Landwirtschaft Milchbauern sehen keinen Grund zur Entwarnung

Obwohl der Milchpreis leicht steigt, sind die Milchbauern skeptisch. Die Landwirte sind weit davon entfernt, ihre Kosten decken zu können. Die Marktentwicklung der nächsten Monate sei unsicher.
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Im Jahr 2016 war viel Milch auf dem Weltmarkt, wodurch der Milchpreis gedrückt wurde. Quelle: dpa
Milchmarkt

Im Jahr 2016 war viel Milch auf dem Weltmarkt, wodurch der Milchpreis gedrückt wurde.

(Foto: dpa)

BerlinDie Milchbauern sehen trotz leicht anziehender Preise noch keinen Grund zur Entwarnung. „Es kann sehr schnell wieder einen Rückschlag geben“, sagte der Sprecher des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter, Hans Foldenauer, der Deutschen Presse-Agentur vor der Agrarmesse Grüne Woche, die am Freitag in Berlin beginnt. „Wir sind jetzt wieder in der Lage, unsere laufenden Rechnungen leichter zu bezahlen.“ Von einer Deckung der Kosten seien die Betriebe aber meilenweit entfernt.

Die Marktentwicklung der nächsten Monate sei unsicher. „Es ist ja auch schon jetzt so, dass erste Molkereien im Norden wieder eine Milchpreisrücknahme angekündigt haben“, sagte Foldenauer. Die im vergangenen Jahr teils unter 20 Cent gesunkenen Erzeugerpreise liegen nach Branchenangaben nun im Schnitt bei rund 30 Cent je Liter. Um die Kosten zu decken, gelten meist mindestens 35 Cent als nötig.

Vieles hänge von der weiteren Angebots-Entwicklung ab, sagte der Verbandssprecher. Im vergangenen Jahr war sehr viel Milch auf dem Weltmarkt. Geschaffen werden müsse zudem ein Sicherheitsnetz für den Milchmarkt, das bestehende Möglichkeiten zur Einlagerung ergänze. Dafür sollte die EU-Milchanlieferung in Krisen befristet begrenzt und wenn nötig auch ein Stück zurückgeführt werden können, so Foldenauer.

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