Lang- und Kurzfrist-Rating gesenkt
Lufthansa erhält nach Swiss-Übernahme schlechteres Rating

Die geplante Übernahme der Schweizer Fluggesellschaft Swiss macht die Deutsche Lufthansa nach Auffassung der Ratingagentur Moody's weniger kreditwürdig.

HB NEW YORK. Das Emittentenrating für die langfristigen Verbindlichkeiten der deutschen Fluggesellschaft sei auf „Baa3“ von „Baa2“ gesenkt worden, teilte die zweitgrößte Ratingagentur der Welt am Dienstag in New York mit. Der Rating-Ausblick sei stabil. Auch das Kurzfrist-Rating wurde gesenkt. Die Übernahme der Swiss werde zu einem schwächeren Schuldenprofil der Lufthansa führen, das ein „Baa2“ nicht mehr rechtfertige, begründete Moody's die Herabstufung.

Die Agentur hatte unmittelbar nach Bekanntgabe der Übernahme der Swiss Ende März angekündigt, die Bonität der Lufthansa auf den Prüfstand zu stellen. Die größte Ratingagentur Standard & Poor's hatte ihr „BBB“-Rating für die Lufthansa bestätigt, den Ausblick aber auf „Negativ“ gesenkt.

Das finanzielle Profil der Swiss sei schwach und werde die Kreditmaßstäbe der Lufthansa belasten, warnte Moody's. Lufthansa rechne zudem damit, rund 100 Mill. € Integrationskosten finanzieren zu müssen. Binnen drei Jahren müsse die Frankfurter Fluggesellschaft der Vereinbarung zufolge bis zu 250 Mill. € für Swiss zahlen, auch wenn zunächst nur rund 50 Mill. € flössen. Risiken bergen nach Ansicht von Moody's auch die dauernden Spannungen mit dem Personal der Swiss.

Strategisch sei die Übernahme gleichwohl sinnvoll, da sie der Lufthansa sowohl Zugriff auf die attraktive Kundenbasis der Swiss am Flughafen Zürich-Kloten gebe als auch auf attraktive Langstreckenverbindungen. Die Liquidität der Lufthansa bleibe solide.

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