Langard streckt Fühler Richtung Niederlande aus
Konzentrationsdruck auf dem Obst- und Gemüsemarkt

Der Konzentrationsprozess auf dem europäischen Obst- und Gemüsemarkt geht kurz vor der Eröffnung der Fachmesse Fruit Logistica in Berlin am Donnerstag in eine neue Runde.

BERLIN. Nachdem die Vermarktungsorganisation Landgard durch zahlreiche Fusionen gartenbaulicher Absatzgenossenschaften heute schon etwa 2000 Anbaubetriebe und einen Jahresumsatz von rund 1,2 Mrd. Euro repräsentiert, will Landgard-Chef Willi Fitzen künftig vermehrt „Partnerschaften“ auch mit ausländischen Wettbewerbern eingehen.

Fitzen kann sich eine „strategische Allianz“ beispielsweise auch mit dem niederländischen Frucht- und Gemüsehandels-Konzern The Greenery B.V. „im Rahmen geltender Wettbewerbsbestimmungen“ gut vorstellen, wie er dem Handelsblatt sagte. Der Grund liegt in dem bereits hochkonzentrierten europäischen Lebensmittelhandel mit fast übermächtigen Playern wie Metro, Carrefour oder Ahold, denen Fitzen eine möglichst selbstbewusste Absatzgemeinschaft entgegensetzen möchte.

An solchen Kooperationen sei auch sein Unternehmen sehr interessiert, bestätigt Greenery-Chef Philip R.J. Smits. Ein erstes gemeinsames Projekt gebe es bereits bei den Verpackungen. Neben dem ursprünglichen Kerngeschäft „Blumen und Pflanzen“ hat Landgard mit einem Jahresumsatz von zuletzt 300 Mill. Euro im Obst- und Gemüsebereich eine starke Position aufgebaut. Darüber hinaus führt Landgard-Chef Fitzen seit einiger Zeit Gespräche mit Pfalzmarkt, die die Pfälzer Freiland-Gemüse-Vermarktung mit einem Jahresumsatz von rund 100 Mill. Euro ebenfalls zum Zusammenschluss mit Landgard bewegen sollen.

Denn die Globalisierung hat auch vor dem deutschen Obst- und Gemüsemarkt nicht halt gemacht. Dabei kommt das meiste ausländische Obst und Gemüse bereits über das Nachbarland Niederlande frisch auf den deutschen Tisch. Jede zweite Tomate, die in Deutschland verzehrt wird, wird dort angebaut. Und über den Rotterdamer Hafen gelangen auch Exoten wie Papayas, Litschis oder Mangos in die Regale des deutschen Einzelhandels.

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