Langsame Erholung des Reiseverkehrs
Eurotunnel verzeichnet Entspannung

Der französisch-britische Konzern Eurotunnel SA hat zwar auf Jahressicht einen Umsatzeinbruch von 6 Prozent verzeichnet, aber im dritten Quartal auch eine langsame Erhlung des Reiseverkehrs ausgemacht. Dies teilte Vorstand Richard Shirrefs am Dienstag bei Vorlage der Umsatzzahlen für das dritte Quartal mit.

HB PARIS/LONDON. Der operative Umsatz ist den Angaben zufolge auf Jahressicht um 6 Prozent auf 146,8 Mill. Pfund von 156,4 Mill. Pfund gefallen. Dennoch zeigte sich Shirrefs mit den Erlösen zufrieden. In einem schwierigen Marktumfeld sei es gelungen, Marktanteile hinzuzugewinnen oder zu verteidigen, meinte er.

Marktanteil bei beförderten Lkw ausgebaut

Die Anzahl der beförderten Lkw ist im dritten Quartal nach Angaben des Unternehmens um 6 Prozent gestiegen. Damit habe Eurotunnel in diesem Segment nun einen Marktanteil von 43 Prozent, 2 Prozent mehr als in der entsprechenden Vergleichsperiode des Vorjahres. Jedoch drücke der Wettbewerb mit den Fähren auf die Preise, hieß es. Der Transport von Pkw ging laut Angaben um 4 Prozent zurück. Grund seien die Nachwirkungen des Irak-Krieges. Der Marktanteil sei in diesem Segment mit 40 Prozent stabil geblieben.

Der Umsatz aus dem gesamten Shuttle-Service ging währungsbereinigt im dritten Quartal um 11 Prozent auf 84,8 Mill. Pfund zurück. Grund seien die gesunkenen Preise für den Transport von Pkw und Lkw. Dagegen erzielte Eurotunnel aus dem Bahnverkehr einen um 2 Prozent über Vorjahr liegenden Umsatz von 58,1 Mill. Pfund. Die Verbindlichkeiten von Eurotunnel sind eigenen Angaben zufolge in der Berichtsperiode um 44 Mill. Pfund gesenkt worden.

Anteilseigner werfen Management Unfähigkeit vor

Shirrefs bezeichnete die Forderung einiger Aktionäre nach Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung zur Abwahl des Vorstandes als „unverantwortlich“. Nur wenn ein Vorschlag für die Bildung eines neuen Vorstandes vorliege, sei dieses Anliegen vertretbar, sagte er. Eine Gruppe von Eurotunnel-Aktionären unter der Führung des französischen Verlegers Nicolas Miguet hat dem Vorstand mit einer gerichtlichen Verfügung gedroht, falls dieser keine außerordentliche Hauptversammlung einberuft. Die Anteilseigner werfen dem derzeitigen Management Unfähigkeit vor.

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