Langwieriges Bieterverfahren
Bieterkreis für Metro-Immobilien schrumpft

Die Corpus-Immobiliengruppe ist aus dem von ihr beratenen Bieterkonsortium um die Übernahme des milliardenschweren Immobilienpakets des Handelsriesen Metro ausgestiegen. Corpus sei aber weiter als individuelle Immobiliengruppe an einem Teilpaket interessiert, teilte Corpus am Donnerstag in Köln mit.

Reuters DÜSSELDORF. „Das kann auch in Kooperation mit Investmentbanken geschehen“, sagte Corpus-Sprecherin Karina Junghanns auf Anfrage. Auch das Konsortium selbst sei noch im Rennen.

Ungeachtet des Ausstiegs aus dem Konsortium als regelrechtes Mitglied stehe Corpus weiter für die Bietergruppe um Morgan Stanley, Goldman Sachs und GE Capital als Berater zur Verfügung, sagte Junghanns. Neben der Langwierigkeit des Bieterverfahrens, das bereits Mitte 2002 begonnen habe, sei auch die rechtliche und steuerliche Komplexität des Verfahrens ein Grund für den Austritt, begründete Corpus die Entscheidung.

Ein Metro-Sprecher wollte das Ausscheiden der Corpus-Gruppe aus dem Konsortium nicht kommentieren. „Bevor es nicht zu einem Ergebnis kommt, wird Metro nicht Stellung zu seinen Immobilien nehmen,“ sagte er. Metro habe immer deutlich gemacht, dass es auch Alternativen zu einem Verkauf gebe. Ursprünglich wollten beide Konsortien die europaweit verstreuten 357 Metro-Immobilien komplett übernehmen, die der Konzern Ende 1999 an die Immobiliengesellschaft AIB ausgegliedert hatte. Metro ist daran mit 49 Prozent beteiligt, 51 Prozent werden aber von der WestLB und der Provinzial gehalten. Analysten schätzen den Wert des Gesamtpakets auf mehr als drei Milliarden Euro.

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