Last-Minute-Preisschlacht
Tui Travel macht weniger Gewinn

Der Preiskampf hat sein Gutes: Touristik-Konzerne können so die Zahl der Buchungen in die Höhe treiben und neue Kunden für sich gewinnen. Der Nachteil ist aber, dass die Gewinnmarge schrumpft. So erging es jetzt auch dem weltgrößten Reiseanbieter Tui Travel.
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HB LONDON/HANNOVER. Wie die Tochter des Hannoverschen Tui-Konzerns am Dienstag in London berichtete, legte die Zahl der Buchungen zwar sowohl in der Sommersaison als auch für den Winter kräftig zu. Der Trend zu kurzfristig geplanten und daher verbilligten Reisen schmälerte allerdings den Gewinn - vor allem in Großbritannien, wo das Geschäft zudem durch das schwache Pfund erschwert wurde. Das Unternehmen hält an seinen Gewinnerwartungen für das Ende September abgelaufene Geschäftsjahr 2009/10 fest. Genaue Zahlen legt Tui Travel erst Anfang Dezember vor.

Für die bevorstehende Wintersaison 2010/2011 gibt sich der Reiseveranstalter optimistisch. Bereits jetzt sei eine anziehende Nachfrage zu verzeichnen, Flug- und Hotelkapazitäten seien wieder aufgestockt worden. Im Vorjahr hatte die Wirtschaftskrise weltweit für Zurückhaltung unter den Urlaubern gesorgt. In Deutschland hätten die Buchungen besonders stark im August und September zugenommen, berichtete Firmenchef Peter Long. Während Tui Travel 2009/10 fünf Prozent mehr Kunden hatte als im Vorjahr, sanken die Preise um zwei Prozent. Ein Grund sei der anhaltende Last-Minute-Trend, hieß es.

Trotz sinkender Erträge hatte Tui Travel in fast allen Märkten mehr Kunden als ein Jahr zuvor. „Das zeigt, dass die Nachfrage nach unseren Urlauben intakt ist - und das trotz des Trends zum späten Buchen im Vereinigten Königreich“, sagte Long. In Großbritannien zählte Tui Travel zwei Prozent mehr Reisende als im Vorjahr. Zugleich fielen die verkauften Reisen auch wegen der Währungsentwicklung im Schnitt um zehn Prozent teurer aus.

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