Lauda übernimmt österreichische Flugzeuge
Aero Lloyd wird Billigflieger

Mit einem neuen Investor will sich die insolvente Ferienfluggesellschaft Aero Lloyd als Billigflieger positionieren. Dazu sind 60 bis 70 Millionen Euro Kapital nötig.

HB HANNOVER. In einem am Mittwoch bekannt gewordenen internen Schreiben an die Belegschaft nannten die Aero-Lloyd-Verantwortlichen einen Kapitalbedarf für den Neustart von 60 bis 70 Millionen Euro. Zugleich räumten sie ein, dass nur ein Teil der Flugzeugflotte und damit auch nicht alle der insgesamt 1 400 Arbeitsplätze gerettet werden könnten.

Einzelheiten zur künftigen Größe wurden unter Hinweis auf die laufenden Gespräche mit mehreren Investoren nicht genannt. Das Reuters vorliegende Rundschreiben erreichte die Mitarbeiter bereits am Montag. Das darin dargelegte Rettungskonzept sieht vor, dass mit einem Investor eine neue Fluggesellschaft gegründet wird. Nur so sei auszuschließen, dass ein Neustart nicht durch Schadenersatzansprüche belastet werde.

Geschäftsführer Wolfgang Sacher und Insolvenzverwalter Gerhard Walter weisen in dem Schreiben daraufhin, dass die Bayerische Landesbank als bisheriger Hauptgesellschafter von Aero Lloyd wenige Stunden vor dem Flugstopp am 15. Oktober noch rund 17 Millionen Euro von Reiseveranstaltern für die bereits gebuchten Flüge der zweiten Monatshälfte kassiert habe.

Für sämtliche Mitarbeiter ist dem Rettungskonzept zufolge eine parallel zu gründende Beschäftigungsgesellschaft vorgesehen. Wer von dort nicht in die neue Aero Lloyd übernommen werde oder nicht anderweitig eine Stelle bekomme, erhalte zunächst ein Jahr lang 62 bis 68 Prozent des Lohnes als Kurzarbeitergeld, heißt es in dem Schreiben.

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