Laut Medienberichten
Air France plant massiven Stellenabbau

In Frankreich machen Gerüchte über einen massiven Stellenabbau bei Air France die Runde. Medienberichten zufolge plant der Konzern Tausende Mitarbeiter zu entlassen. Air France bestätigte die Meldung bislang nicht.
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ParisBeim Lufthansa-Konkurrenten Air France sorgen Gerüchte über den Abbau von bis 5000 Arbeitsplätzen für Unruhe. Das krisengeschüttelte Unternehmen wollte Medienberichte über geplante Stellenstreichungen in dieser Höhe am Montag zwar nicht bestätigen, verwies aber auf die noch laufenden Arbeiten am bereits angekündigte Sparprogramm. Ende Juni, Anfang Juli werde sich die Geschäftsführung zu Strukturänderungen äußern, sagte ein Sprecherin am Montag.

Die Tageszeitung „Le Figaro“ hatte am Morgen unter Berufung auf ungenannte Quellen über den Abbau von 5000 Stellen bis 2015 berichtet. Dieser solle allein über die natürliche Fluktuation und freiwillige Abschiede erfolgen. Das Internet-Wirtschaftsportal latribune.fr schrieb von einem Abfindungsprogramm für 2500 bis 3000 Beschäftigte. Die natürliche Fluktuation pro Jahr liegt nach Angaben des „Figaro“ bei rund 800 Mitarbeitern.

Allein im vergangenen Jahr hatte der französisch-niederländische Mutterkonzern Air France-KLM unter dem Strich mehr als 800 Millionen Euro verloren. Ein konzernweites Sparprogramm soll nun die Kosten bis Ende 2014 um rund zwei Milliarden Euro senken helfen. Bereits Anfang April erhöhte Air-France-Chef Alexandre de Juniac den Druck auf die Beschäftigten. Das Unternehmen werde Kurz- und Mittelstreckenflüge unter der Marke Air France künftig nur noch anbieten, wenn die Kosten kräftig sinken, teilte der Lufthansa-Konkurrent mit. Nun sollen die Mitarbeiter „drastischen Einschnitten“ zustimmen, damit das Geschäft in die schwarzen Zahlen kommt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Es ist wirklich turbulent in der europäischen Luftfahrtbranche, wie man am geplanten Stellenabbau der Branchengrößen Lufthansa und Air France sieht.

    Doch wie steht es um die kleinen Gesellschaften? Ich interessiere mich beispielsweise für den skandinavischen Markt, wo nach der dänischen Cimber Sterling nun auch die schwedische Schwestergesellschaft Skyways Express Insolvenz anmelden musste. Der Eigner, die Mansvell um den ukrainischen Millionär Igor Kolomoisky, ist nicht mehr bereit, die Verluste zu finanzieren.

    http://skandinaviennews.blogspot.de/2012/05/skyways-express-vor-insolvenz.html

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