Leben im Luxus
Nichts ist unmöglich

Ein Fußballclub, Villen oder auch mal weiße Weihnacht: London hat viele Milliardäre mit vielen Wünschen. Und mittlerweile auch eine eigene Branche, die diese erfüllt. Nur für viele Angestellte des öffentlichen Dienstes und andere Normalverdiener ist die britische Hauptstadt längst zu teuer

LONDON. Hier lässt sich's leben. Die Straße ist nur wenige hundert Meter lang, gesäumt von alten Bäumen, die im Vergleich zu den Prachtbauten dahinter fast schon winzig wirken. Die Häuser jenseits der penibel gepflegten Vorgärten rangieren irgendwo zwischen großer Villa und kleinem Schloss. In der Hausnummer 18 bis 19, dem viktorianischen Koloss mit den beiden Zuckerbäcker-Türmchen, residiert der indische Stahlmagnat Lakshmi Mittal. Der hat die Villa mit den zwölf Schlafzimmern und der Tiefgarage für 20 Autos für 60 Millionen Pfund dem Formel-1-Magnaten Bernie Ecclestone abgekauft.

Wenige Häuser weiter, in der Nummer 15a, wohnt der russische Oligarch Leonard Blavatnik, der sich um sein Anwesen eine heftige Bieterschlacht mit seinem Landsmann Roman Abramowitsch lieferte. Bei 42 Millionen Pfund soll Abramowitsch ausgestiegen sein.

KPG - drei Buchstaben reichen, und jeder Londoner weiß, um welche exklusive Adresse es hier geht. Kensington Palace Gardens. Im Volksmund heißt die Nobelallee direkt neben dem ehemaligen Wohnsitz von Prinzessin Diana längst Billionaires Row - Straße der Milliardäre, und das ist nicht übertrieben. Wer hier nur einige Millionen auf dem Konto hat, gilt als neureicher Emporkömmling. London war schon immer das Pflaster der Reichen, doch inzwischen kann sich die britische Hauptstadt kaum noch retten vor dem Ansturm der Milliardäre und Multimillionäre, die hier ihr Leben oder zumindest einen Teil davon verbringen wollen. Attraktive Steuerregeln, der konservative Charme der Themse-Metropole und die neidfreie Toleranz der Briten gegenüber altem und neuem Geld lockt die Superreichen dieser Welt auf die Insel.

Mittlerweile hat sich rund um die exklusive Klientel sogar eine eigene Infrastruktur entwickelt. Die ultrawohlhabende Bourgeoisie setzt eine kleine Industrie in Lohn und Brot, die den KPG-Anliegern und allen anderen, die es sich leisten können, jeden Wunsch von den Augen abliest.

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