Lebensmittelbetrug: Paris fürchtet „mafiöse Strukturen“ hinter Fleischskandal

Lebensmittelbetrug
Paris fürchtet „mafiöse Strukturen“ hinter Fleischskandal

Der Pferdefleisch-Skandal könnte wesentlich größere Ausmaße haben als bisher angenommen. Frankreich weitet deshalb die Kontrollen aus – und fordert eine Ausweitung der Kennzeichnungspflicht in der EU.
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ParisFrankreichs Verbraucherminister Benoît Hamon und sein Kollege vom Agrarressort Stéphane Le Foll fürchten, dass „mafiöse Strukturen“ hinter dem Fleischskandal stecken könnten, der mit Pferdefleisch in Tiefkühlkost des Tiefkühlkost-Herstellers Findus begonnen hat. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz der beiden in Paris sagte Hamon am Montag: „Wir wollen uns gegen mögliche mafiöse Praktiken wappnen, es gibt Alarmsignale, deshalb müssen wir den Schutzschild verstärken.“

Die Kontrollen würden aus Vorsichtsgründen weit über die bislang im Zentrum stehenden Firmen - den Importeur Spanghero in Südfrankreich und die französisch-luxemburgische Tiefkühlkost-Firma Comigel - hinaus ausgeweitet. Weitere Grossisten und Verarbeiter würden in nächster Zeit von den Beamten des Amtes für Verbraucherschutz und Betrugsbekämpfung aufgesucht.

Ende der Woche solle es ein Ministertreffen in Brüssel geben. Frankreich will erreichen, dass die Kennzeichnungspflicht für verarbeitete Produkte ausgeweitet wird: „Wir wollen, dass der Verbraucher die Herkunft des Fleisches feststellen kann.“ sagte Le Foll.

Findus hatte die französischen Behörden am 4. Februar darüber informiert, dass als Rindfleisch bestellte tiefgefrorene Fleischpaletten Pferdefleisch enthielten. Sie wurden zu Lasagne, möglicherweise auch zu anderen Produkten verarbeitet. Das Fleisch stammt aus Rumänien und gelangte über mehrere Zwischenhändler in Zypern und den Niederlanden an die Firma Spanghero, die sie an Comigel weiterleitete. Der Chef von Spanghero behauptete am Montag, sein Unternehmen habe die Ware nicht einmal geöffnet und unverändert an Comigel geschickt. Demzufolge hätte der Betrug im rumänischen Schlachthof stattgefunden – was die Rumänen ihrerseits weit von sich weisen.

Die Einschaltung zahlreicher Zwischenhändler oder Trader ist im Nahrungsmittelgewerbe üblich, vor allem, wenn es um Billigprodukte geht. Sie handeln mit Fleisch oder Fleischabfällen wie andere mit Abfall oder Eisenerz und bekommen die Ware, die sie weiter verhökern, manchmal nicht einmal zu sehen.

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  • Ach, schon wieder einer, ei gucke ma da ... wer hätte es gedacht.
    Mönsch, stellt Euch doch nicht so an, das bischen Pferdefleisch, , verseuchte Gurken, oder die verseuchten Erdbeeren, sind doch alle wieder gesund, und billiger ist es doch auch.
    Der nächste "Skandal" wird kommen, ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Ob man vielleicht zu meinen Lebzeiten noch mit bekommt, das diese Handhabung von Lebensmitteln an sich der ganze Skandal überhaupt ist?
    Aber ändern können das nur die Verbraucher, was nicht gekauft wird, wird auch nicht produziert oder "gehandelt". Aber diese Formel scheitert, weil "Geiz ist geil". Auch eine Seuche unserer Zeit, nichts ist mehr seinen Preis wert, sondern billig, sogar unsere Lebensgrundlagen sind billich und am billichsten und ihren Preis offensichtlich nicht mehr wert. Wenn aber die Lebensgrundlagen einfach nur billich sind, sind wir es auch bald, mit der billichen Arbeitskraft und der billichen Eiweißversorgung und den billichen Sozialhilfeempfängern vorne weg.
    Aber es bleibt ja noch das neueste Handy.
    Ein Hoch auf die Industrierevolution mit Bespaßungsgarantie und billich, was stört da ein alter Ackergaul in der Lasagne?

  • "Paris fürchtet „mafiöse Strukturen“ hinter "

    Lt. Presse soll die Verarbeitungsfirma seit Tagen nicht sagen können an wen sie weitergeliefert hat.
    Machen die keine Buchhaltung?
    Warum ist die Steuerfahndung nicht schon unterwegs und nimmt den Laden auseinander?
    Nach all den Presseinformationen kann man davon ausgehen, dass das ganze von staatlichen Stellen gedeckt wird.
    Die Zentrale sitzt in Brüssel, einfach dort an den Türen klopfen wo "Friedensbringer" draufsteht !

  • Mal davon abgesehen, daß Pferdefleich nicht ungesund oder gar giftig ist, sondern die Aversion dagegen uns jahrhundertelang von der Kirche anerzogen worden ist, weil es in der heidnischen Vorläuferreligion Kultspeise war, ist das doch wieder ein eklatantes Negativbeispiel für Aprarwirtschaft by EU!
    Bei nationaler Landwirtschaft, die allein von den jeweiligen Völkern nach ihren Vorschriften und Bräuchen geregelt ist, wäre soetwas nicht möglich gewesen!
    Natürlich ist es DIE Einflugschneise für Mafia und andere Gauner, wenn etwas so groß wird, daß es niemand mehr überschauen kann und durch Institutionen anstatt Menschen überwacht wird!
    Auch die skandalöse hin und her Transportiererei von landwirtschaftlichen Produkten, bis daß keiner mehr nachvollziehen kann, was drin ist, kommt bei diesem Beispiel mal wieder zum Vorschein! Das ist nicht gut für die Ware, die davon nicht frischer wird und auch nicht gut für die Natur; Transport verbraucht Ressourchen und belastet die Umwelt!Internationalismus in der Lebensmittel- und Agragwirtschaft ist nur eins: Schlecht!!!
    Wenn der Kunde den Bauern kennt, den Metzger, den Bäcker, die Molkerei, weis er, wer schmuddelig arbeitet und wer nicht. Skandälchen bleiben - wie die Produkte auch - innerhalb des Kreises und werden schnell abgestellt. Nur die Überprouktion wird direkt an einen Interessenten verkauft, der sich durch lesen der jeweiligen Bestimmungen im Herkunftsland über die Qualität schlau machen kann. Umgekehrt führt man (nur) ein, was man nicht selber produzieren kann!
    Auf der Strecke bleiben dann Konzerne, Speditionen, die internationale Finanzwirtschaft und der Beamtenapperat, der sich in Brüssel und anderswo um den ganzen verkomplizierten Kram kümmert - die Instutionen eben - und ach ja: Die Mafia und ähnliche Trittbrettfahrer des Systems! Unter deren Lobbyisten muß man dessen Befürworter suchen.
    Agrarwirtschaft zurück in die Hände der einzelnen Nationen! - Schon in den 60ern kürzten die Bauern EWG mit Ewig Wenig Geld ab!

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