Lebensmitteldiscounter
Die Billig-Bäcker überzeugen nicht

Als vor einigen Jahren die ersten Selbstbedienungsläden für Backwaren eröffneten, fürchtete mancher Bäcker und Konditor um seine Existenz. Doch mittlerweile zeichnet sich ab, dass der Absatzmarkt für billiges Brot durch Kundenwünsche und Standortfaktoren an seine Grenzen stößt.

DÜSSELDORF. Plastikklappe auf, die Zange durch die runde Öffnung bugsieren, ein Mohnbrötchen greifen, dann zahlen - wo sind denn hier die Tüten? Einpacken und los. Einkauf beim Discountbäcker Backwerk. Zwölf Cent kostet das Brötchen hier - nicht einmal halb so viel wie bei den meisten traditionellen Bäckereien.

Als Backwerk, der Pionier des Marktes, im Jahr 2001 die ersten Selbstbedienungs-(SB)-Bäckereien eröffnete, befürchteten viele schon das Ende der Handwerksbäcker. Doch jetzt, nur wenige Jahre nachdem die ersten Brote über die Discounter-Theke gingen, scheinen die Backläden die Grenzen ihres Wachstums schon erreicht zu haben. "Der Boom dieser Vertriebsform liegt bereits hinter uns ", sagt Peter Becker, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks.

Dabei klingt das Konzept der Billig-Bäcker durchaus überzeugend: Der Kunde bedient sich selbst und sucht sich genau das Baguette aus, das ihn am meisten anlacht. Ein schmales Sortiment, geringer Personalbedarf und ein zentraler Einkauf drücken die Kosten für die SB-Bäckereien, die meist als Franchising-Unternehmen geführt werden. So können sie die Produkte zu den niedrigen Preisen anbieten, die die Kundschaft in ihre Läden lockt.

Kein Wunder, dass die Handwerksbäcker angesichts der "McDonaldisierung des Backhandwerks" (Allgemeine Bäckerzeitung) Zukunftsängste bekamen. Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks entwickelte sogar eine Werbekampagne mit dem Slogan "Geiz macht krank, Geschmack ist geil".

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