Lebensmitteleinzelhändler steigert Gewinn und Umsatz
Edeka hofft weiter auf Plus-Übernahme

Deutschlands führender Lebensmitteleinzelhändler Edeka hat im abgelaufenen Geschäftsjahr neue Bestmarken erreicht. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg, ebenso der Umsatz, der 30 Milliarden Euro übertraf. In die vom Bundeskartellamt blockierte Übernahme des Lebensmitteldiscounters Plus durch Edeka kommt unterdessen Bewegung.

HAMBURG. Wie Edeka-Chef Alfons Frenk auf seiner letzten Bilanzpressekonferenz vor der Übergabe der Geschäfte an seinen Nachfolger Markus Mosa in Hamburg erklärte, haben Edeka und Plus-Verkäufer Tengelmann das Vorhaben am 28. April mit der 2. Beschlussabteilung des Bundeskartellamts diskutiert und strengstes Stillschweigen zum Inhalt der Gespräche vereinbart. Dieses Stillschweigen bewerten Beobachter als positiv.

Eine Entscheidung des Kartellamts vor dem avisierten Termin am 16. Mai erwartet Frenk nicht. Die Leiterin der Beschlussabteilung, Birgit Krüger, so Frenk, „ist sehr streng mit uns.“ Die derzeitige Situation habe Edeka nicht erwartet, „vielleicht hat sie in der Branche keiner erwartet,“ kommentiert Frenk das über 100-seitige Schreiben der Kartellbehörde vom 7. April, das Vorhaben zu untersagen.

Für den Fall, dass das Veto der Kartellwächter bestehen bleibt, hat Edeka ein Alternativkonzept zur Weiterentwicklung seines unter der Marke Netto geführten Discountbereichs erarbeitet. Frenk: „Wir werden uns zunächst ganz auf das Verfahren mit dem Kartellamt konzentrieren. Kommt es hier zu keiner Einigung werden die Alternativszenarien zunächst in der genossenschaftlich organisierten Edeka-Gruppe abgestimmt.“

Frenk wollte den Discounter Plus mit 2 900 Filialen und 7,1 Mrd. Euro Deutschland-Umsatz in einem Gemeinschaftsunternehmen an dem Edeka 70 Prozent und die unternehmerische Führung hält, mit der eigenen Discountkette Netto zusammenführen. Damit wäre Edeka nach Aldi und Lidl zum drittgrößten Lebensmitteldiscounter Deutschlands aufgestiegen. Das Kartellamt begründet die geplante Untersagung mit einer dabei entstehenden marktbeherrschenden Stellung in einem weit überwiegenden Anteil der rund 100 Regionalmärkte.

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