Lebensmittelhändler
Edeka verlässt Tschechien

13 Jahre lang war Deutschlands größter Lebensmittelhändler auf dem tschechischen Markt präsent, nun will sich die Hamburger Edeka-Gruppe aus dem Land zurückziehen.

HB PRAG/HAMBURG. Das Unternehmen wolle bereits im kommenden Jahr alle 38 Filialen verkaufen, sagte der Direktor von Edeka Tschechien, Petr Sykora, am Montag der Prager Nachrichtenagentur CTK. Er habe bereits einen Berater angestellt, der helfe, die Supermärkte zu verkaufen. Edeka-Unternehmenssprecherin Marliese Kalthoff sagte dazu: „Wir überlegen, uns aus dem Tschechien-Geschäft zurückzuziehen.“

Als Grund nannte Sykora, Edeka wolle alle Auslandsaktivitäten einstellen und sich allein auf den deutschen Markt konzentrieren. „Edeka räumt Österreich, Tschechien, hat bereits Polen verlassen und wird in Dänemark seine Aktivitäten mindestens beschränken“, sagte der Direktor der CTK. Diese Aussage wies Kalthoff zurück. Edeka hatte den tschechischen Markt 1992 betreten. Der Umsatz betrug im Geschäftsjahr 2004 nach Firmenangaben 52,0 Mill. Euro.

Nach Angaben des Prager Magazins „Euro“ befinden sich die meisten tschechischen Filialen des Unternehmens in der Nähe der Grenze zu Deutschland. In den vergangenen Wochen hatten bereits die Lebensmittelhändler Julius Meinl (Österreich) und Carrefour (Frankreich) angekündigt, ihre Aktivitäten in Tschechien stark zu beschränken. Grund sei der relativ enge Markt, hieß es.

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