Lebensmittelkonzern
Dr.Oetker trotzt dem Preiskampf

Der Lebensmittelkonzern Dr. Oetker kann seine Erlöse 2013 leicht steigern. Nach Angaben von Konzernchef Richard Oetker hätte der Zuwachs sogar noch höher ausfallen können. Weniger sagte er zum Familienstreit.
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DüsseldorfDr. Oetker trotzt dem Preiskampf in Deutschland. Trotz der Billigoffensive der Discounter konnte der Lebensmittelkonzern seinen Umsatz im vergangenen Jahr leicht steigern. Insgesamt sei das Jahr zufriedenstellend verlaufen, sagte Konzernchef Richard Oetker am Dienstag auf der Bilanzpressekonferenz. Deutlich schmallippiger fiel sein Kommentar zu den Familienstreitigkeiten bei den Oetkers aus, die derzeit Schlagzeilen machen.

Im vergangenen Jahr steigerten die Bielefelder ihren Umsatz um 2,2 Prozent auf 2,13 Milliarden Euro. Verantwortlich dafür waren zu gleichen Teilen erhöhte Preise und mehr Verkäufe. Der Zuwachs hätte sogar noch höher ausfallen, wurde aber teils durch Währungseffekte aufgefressen. Den Gewinn weist das Familienunternehmen traditionell nicht aus.

Trotz des Preisdrucks der Discounter und bei Rohstoffen verzeichnete Dr. Oetker auf dem deutschen Markt ein Plus von 2,4 Prozent. Im Ausland konnte der europäische Marktführer bei Tiefkühlpizzen den Umsatz um 2,2 Prozent steigern. Der Lebensmittelkonzern macht inzwischen zwei Drittel seines Geschäfts außerhalb des deutschen Markts. Besonders der Verkauf von Tiefkühlpizza in Italien, Frankreich und in den USA lief gut. Mehr Probleme hatten die Bielefelder in Argentinien. Das Unternehmen entschied sich deshalb, die dortige Landesgesellschaft zu verkaufen.

Der Lebensmittelkonzern Dr. Oetker ist nur ein Teil der Oetker-Gruppe. Gemessen am Umsatz ist er nach Angaben des Unternehmens der drittgrößte Bereich des Familienimperiums. Und ein Teil des Streits den Oetkers.

Um die Berufung von Richard Oetker an die Spitze der Unternehmenstochter gab es in der Familie dem Vernehmen nach heftigen Streit. Alfred Oetker soll sich Hoffnungen auf den Chefposten gemacht haben und nicht begeistert von der Wahl für seinen Halbbruder gewesen sein.

Inzwischen zankt sich die Familie jedoch offenbar nicht mehr nur um Führungsfragen, sondern auch um die Ausrichtung des Bielefelder Konzerns. Nach Angaben des „Manager Magazin“ läuft seit drei Jahren ein Schiedsgerichtsverfahren, das die Streitigkeiten innerhalb der Familie lösen soll.

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