Lebensmittelkonzern
Schwellenländer retten den Nestlé-Umsatz

Die wachsende Nachfrage aus den aufstrebenden Nationen gleicht den Konsumverzicht in den Industrieländern aus. Der Umsatz des Lebensmittelriesen steigt sogar. Analysten hatten aber mehr erwartet.
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ZürichDer weltgrößte Lebensmittelkonzern Nestlé kann mit starkem Wachstum in den Schwellenländern die schwächelnde Nachfrage aus den von der Schuldenkrise geplagten Industrieländern weiterhin ausgleichen. Wie aus einer Mitteilung des Herstellers von Nescafe, Kitkat-Schokoriegeln und Maggi-Tütensuppen vom Donnerstag hervorgeht, stieg der Umsatz in den ersten neun Monaten 2012 im Vergleich zum Vorjahr um elf Prozent auf 67,57 Milliarden Franken (55,83 Milliarden Euro). Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Umsatz von 67,13 Milliarden Franken gerechnet.

Das organische Wachstum, das Wechselkurs- und Akquisitionseffekte ausschließt, lag mit 6,1 Prozent allerdings leicht unter den Erwartungen und verlangsamte sich im Vergleich zum ersten Halbjahr aufgrund der schwierigen globalen Wirtschaftslage.

In den Industrieländern wuchs Nestlé „trotz der allgemein kränkelnden Wirtschaftslage und dem schwachem Konsumentenvertrauen“ immerhin noch um 2,4 Prozent, wie Konzernchef Paul Bulcke erklärte.

Für das laufende Jahr bestätigte Nestlé dennoch den Ausblick für ein organisches Wachstum von fünf bis sechs Prozent. „Die anhaltende Dynamik unseres internen Realwachstums, verknüpft mit einem leichten Nachlassen des Rohstoffkostendrucks erlaubt es uns, den Ausblick für das Gesamtjahr zu bestätigen“, sagte Bulcke. Zudem soll die operative Marge währungsbereinigt anziehen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Lebensmittelkonzern: Schwellenländer retten den Nestlé-Umsatz "

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  • Flaschenwasser stand ja auch nicht zur Diskussion: Wasserrechte, um wenig mehr ging und geht es.
    Und auch da mischt das Haus mehr mit als man annehmen könnte.

  • Vielleicht als Ergänzung...Der Anteil des Flaschenwassers am Gesamtwasserverbrauch ist minimal.

    Eine moderne Abfüllanlage füllt einige zig - Mio. L im Jahr für ein Land. Das sind ein paar 1000 m3. Ein Deutsches Dorf verbraucht (Landwirtschaft ohne Bewässerung) soviel an einem Tag.

    Vandale

  • vandale

    ..."Wenn Nestlé mit staatlicher Genehmigung Brunnen bohrt und das Wasser in Flaschen abfüllt und dabei eine Wertschöpfung generiert, lokaler Anteil sofern der Preform im Lande gespritzt wird ca. 90%, sollte dies sehr positiv sein. "...
    _____________________________________

    Wieviel "staatliche Genehmigungen" in "Schwellenländern" kosten das unterschlagen Sie bei Ihrer Häme - auch nicht schlimm.

    So ist es nun mal das Geschäftsprinzip: Menschen zahlen oder bluten zu lassen für einen konsolidierten Geschäftsbericht.

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