Lebensmittelriese
Verunreinigte Babymilch schmälert Gewinn von Danone

Kleinkind-Nahrung war lange Jahre ein einträgliches Geschäft für den Lebensmittelhersteller Danone. Der Skandal um Babymilch in China schmälert jedoch die Gewinne. Der französische Konzern hofft nun auf Schadensersatz.
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ParisDer Babymilch-Skandal in China setzt Danone zu. Der Abschwung im gewinnträchtigen Geschäft mit Kleinkind-Nahrung beschleunigte sich im ersten Quartal, wie der französische Lebensmittelkonzern am Mittwoch mitteilte. Die Bemühungen, in China mit der Einführung neuer Produkte wieder in Schwung zu kommen, gingen zwar in die richtige Richtung, sagte Finanzchef Pierre-Andre Terisse. Doch insgesamt steigerte der Hersteller von Milupa-Babynahrung, Activia-Joghurt und Volvic-Wasser seinen Umsatz weltweit auf vergleichbarer Basis, also bereinigt um Firmenkäufe und Währungsschwankungen, lediglich um 2,2 Prozent steigern und damit schwächer als im Vorquartal. Insgesamt setzte Danone gut fünf Milliarden Euro um.

In China musste Danone im August Babymilch zurückrufen, nachdem der neuseeländische Zulieferer Fonterra vor Verunreinigungen gewarnt hatte. Die gefundenen Bakterien erwiesen sich zwar später als vergleichsweise harmlos, aber viele chinesische Eltern machten daraufhin einen Bogen um die Danone-Produkte. Danone hat Fonterra nun auf Schadensersatz verklagt. China steuert etwa sechs Prozent zum Umsatz bei. Außerhalb der Volksrepublik machten Milchpreiserhöhungen dem Konzern zu schaffen. Besonders in Russland hob Danone die Preise an, die Produkte blieben daraufhin in den Kühlregalen liegen. Besser lief es in der Wassersparte: Vor allem in Schwellenländern waren die Mineralwasser von Danone gefragt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • hmm, danke für diese hilfreiche Information. Jetzt ist mir auch klar, warum sich im Chart ein Short-Signal ergeben hatte

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