Legendärer Klavierbauer
Bieter gibt bei Steinway auf

Zwei Bieter buhlten um den Konzertflügel-Hersteller Steinway. Der erste Interessent stockt sein Angebot nun nicht mehr auf, der zweite hat nun freie Bahn. Angeblich steckt Hedgefonds-Manager John Paulson dahinter.
  • 0

New YorkDas erwartete Bietergefecht um den legendären Konzertflügel-Hersteller Steinway bleibt aus. Wie das US-Unternehmen mit deutschen Wurzeln am Dienstag mitteilte, hat sich der anfängliche Bieter Kohlberg & Company zurückgezogen, nachdem ein höheres Angebot eingegangen war. Die Aktie verlor im regulären Handel mehr als 3 Prozent an Wert auf 38,27 Dollar das Stück.

Der Finanzinvestor Kohlberg & Company hatte im Juli 35 Dollar je Aktie oder insgesamt 438 Millionen Dollar für die börsennotierte Steinway Musical Instruments geboten. Am Montag erklärte die Instrumentenfirma, eine Offerte über 38 Dollar je Aktie erhalten zu haben, was insgesamt 475 Millionen Dollar sind. Kohlberg hätte sein Angebot aufstocken können, verzichtete aber darauf.

Bei dem namentlich nicht genannten, zweiten Bieter handelt es sich nach Informationen von US-Medien um den bekannten Hedgefonds-Manager John Paulson. Dieser ist eigentlich eher für Finanzwetten bekannt als für Firmenübernahmen. Er dürfte sich nun mit seinem Angebot aus der Deckung wagen und es den Aktionären präsentieren.

Steinway ist einer der bekanntesten Namen in der Welt der klassischen Musik: Der deutsche Auswanderer Heinrich Engelhard Steinweg hatte das Unternehmen vor 160 Jahren in New York gegründet. Die Pianos werden noch heute im Stadtteil Queens sowie in Hamburg gebaut. Steinway stellt heute unter diversen Marken unter anderem auch Trompeten (Bach), Saxophone (Henri Selmer Paris), Schlagzeuge (Ludwig) und Hörner (C.G. Conn) her.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Legendärer Klavierbauer: Bieter gibt bei Steinway auf"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%