Lego, Playmobil, Ravensburger, Schleich
Kinderzimmer-Klassiker boomen

Spielzeug ist so beliebt wie nie. Die Hersteller rechnen mit Rekordgewinnen – dabei steht das lukrative Weihnachtsgeschäft noch bevor. Lego und Playmobil sahnen ab. Der Trend geht zu neuen Spielwelten.

Nürnberg/MünchenWenn man so will, sind sie die Gehilfen des Weihnachtsmannes – und bereiten sich derzeit auf die große Bescherung vor: die Spielzeug-Hersteller. Nach wie vor sind es die Klassiker, die bei den Kunden besonders beliebt sind. Neben Puppen, Puzzles und Kuscheltieren werden auch in diesem Jahr millionenfach Sets von Lego und Playmobil als Geschenk verpackt unter dem Weihnachtsbaum liegen.

Traditionelles Spielzeug, das Generationen aus der eigenen Kindheit kennen, ist nach wie vor Trend in der Spielwaren-Branche – obwohl die technische Konkurrenz weiter zunimmt. Trotzdem lässt es sich von Laptops und Spiele-Konsolen nicht aus den Kinderzimmern verdrängen. Immer öfter gehen ganze Spielwelten über den Ladentisch. Im Kleinen bilden sie das ab, was sich draußen abspielt. „Kinder wollen beim Spielen echte Steine und Figuren anfassen“, sagt Willy Fischel, Geschäftsführer des Bundesverbandes des Spielwaren-Einzelhandels (BVS).

So rechnet die Spielwarenbranche in diesem Jahr mit einem Rekordgeschäft. Ein Plus von vier Prozent dürfte den Umsatz auf rund 2,93 Milliarden Euro steigern. Optimistisch für die Vorweihnachtszeit ist auch Ulrich Brobeil. Der Geschäftsführer des Deutschen Verbands der Spielwaren-Industrie (DVSI) sagt: „In diesem Jahr haben die Klassiker ein Plus von mehr als acht Prozent verzeichnet – und das Weihnachtsgeschäft steht noch bevor.“

Tatsächlich geht es für die gesamte Spielzeugbranche weiter aufwärts. Mehrere Hersteller steuern auf einen Rekordgewinn zu. Besonders Lego und Playmobil sahnen ab.

Lego trifft wie kein anderer Anbieter den Geschmack der Kinder. Fast jeden fünften Euro erwirtschaftet das Familienunternehmen aus dem dänischen Billund hierzulande mit seinen Plastik-Bauklötzchen. Die Nachfrage sei „phänomenal“, sodass der Hersteller mit der Klötzchen-Produktion gar nicht mehr hinterherkomme, teilte das Unternehmen kürzlich mit. Der eine oder andere Kinderwunsch könnte daher unterm Weihnachtsbaum unerfüllt bleiben.

Gute Verkaufszahlen bescherten den Dänen zuletzt die Produkte von „Lego City“ und „Technic“. Im ersten Halbjahr legten die rund 15.000 Beschäftigten zweistellige Wachstumsraten hin. Für das laufende Jahr rechnet der Spielzeugbauer daher mit einem Rekordgewinn.

Nicht nur in Billund, sondern auch in Franken brummt das Geschäft. In Zirndorf stellt Playmobil seine freundlich dreinblickende Figürchen aus Plastik her. Mittlerweile gibt es dem Konzern zufolge mehr als 4600 Varianten. Weltweit wohnen etwa 2,8 Milliarden Playmobil-Figuren in Kinderzimmern. Die bunten Plastikwelten stammen komplett aus europäischen Werken, zu einem großen Teil aus Bayern.

In Deutschland gilt die Simba-Dickie-Gruppe des Unternehmers Michael Sieber als größter Spielwarenanbieter. Der Franke unterhält einen ganzen Markenzoo – vom Bobby-Car-Produzenten Big über die Noris-Spiele bis hin zum Modellbahnhersteller Märklin.

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