Leichte Erholung in der Branche - Maritim hat hohe Erwartungen an die Fußball-WM Hotelketten in Deutschland locken wieder mehr Gäste

Die Geschäftslage der deutschen Hotelketten verbessert sich weiter. Nach der Erholung im vorigen Jahr haben die Anbieter in diesem Jahr einen guten Auftakt erwischt. Allerdings sei die weitere Entwicklung auf dem Markt schwer zu prognostizieren, heißt es in der Branche. Große Hoffnungen setzen die Hotels auf die Fußball-WM im nächsten Jahr.

HB FRANKFURT/M. Die Hotelkette Maritim spürt den Aufwärtstrend und meldete gestern eine leichtes Umsatzwachstum für das Jahr 2004 von 1,5 Prozent. Der weitere Weg werde aber "sehr steinig bleiben", sagt Christian Windfuhr, Sprecher der Geschäftsführung. Von der WM erhofft sich die Gruppe mit 43 Hotels, 35 davon in Deutschland, zehn bis zwölf Mill. Euro zusätzlichen Umsatz. Das entspräche drei Prozent des Umsatzes von 330 Mill. Euro, den die Maritim Hotel GmbH 2004 erzielte.

Konkurrent Best Western Hotels Deutschland hat nach eigenen Angaben einen guten Start ins Jahr 2005 mit gestiegenen Belegungszahlen realisiert. "Allerdings ist der Markt insgesamt nur sehr schwer prognostizier- und berechenbar", sagte Geschäftsführerein Gabriele Schulze dem Handelsblatt. Ob sich aus den erfreulichen Zahlen des ersten Quartals bereits eine nachhaltige Stabilisierung ableiten lasse könne noch nicht gesagt werden. Die rund 140 mittelständischen Häuser des Verbundes hätten voriges Jahr ein Umsatzplus von 1,5 Prozent erwirtschaftet. Schwerpunkte seien Ferienhotels und Tagungshotels .

In der Tendenz liegt Maritim voll auf der Linie der Wettbewerber. Die Durststrecke der Hotels nach den Attentaten vom 11. September 2001 ist vorbei, seit dem Tiefpunkt 2003 geht es aufwärts. Die Maritim-Gruppe verdient ihr Geld vorwiegend im Tagungs- und Kongressgeschäft und mit Geschäftsreisenden. Die Umsatzsteigerung von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr liegt aber noch deutlich unter dem Wachstum des Jahres 2000. Damals hatte Maritim unter anderem dank der Expo in Hannover 349 Mill. Umsatz gemacht. Die durchschnittliche Belegung stieg im vorigen Jahr von 53,3 auf 56,7 Prozent. 2005 peilt der Konzern 58,2 Prozent.

Der durchschnittliche Zimmerpreis liegt bei Maritim seit 2003 bei 78 Euro; im Expo-Jahr waren es 84 Euro. "Die Preise stehen unter Druck", sagte Windfuhr und begründete dies mit den ständig wachsenden Hotelkapazitäten vor allem in den Großstädten.

Die Steigenberger Hotel Group hatte für ihre 77 Häuser ein Umsatzplus von 2,3 Prozent auf knapp 330 Mill. Euro vermeldet. Bei dem Wettbewerber war die Belegungsquote von 60,2 auf 61,3 Prozent gestiegen, der durchschnittliche Zimmererlös lag ebenfalls bei 78 Euro.

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