Letzte Details werden geklärt
Niki Lauda will Aero Lloyd Austria weiterführen

Die Aero Lloyd Austria hat Hoffnung auf eine Rettung. Der österreichische Geschäftsmann und Ex-Rennfahrer Niki Lauda will Kreisen zufolge die Mehrheit an der Aero Lloyd Austria übernehmen und die Fluggesellschaft mit rund 100 Beschäftigten weiterführen.

HB DÜSSELDORF. Niki Lauda befindet sich Wiener Kreisen zufolge zu Detailverhandlungen in Frankfurt bei der insolventen deutschen Muttergesellschaft Aero Lloyd und deren Insolvenzverwaltern. Er selber wollte sich zu den laufenden Gesprächen nicht äußern. Mit einer Freigabe des Insolvenzgerichts für den Verkauf eines Teils der österreichischen Anteile werde in Kürze gerechnet, hieß es in Wien.

Die Pläne für Laudas Comeback ins Luftfahrtgeschäft waren am Wochenende bekannt geworden. Der 54-Jährige, der bereits einmal mit der Lauda Air eine Fluggesellschaft gegründet und bis 2000 betrieben hatte, will bisherigen Angaben zufolge rund drei Viertel an der österreichischen Aero Lloyd übernehmen und mit vier Flugzeugen starten. „Aero Lloyd Austria“ soll zu einer Billigfluglinie werden.

Nach der bereits am vorigen Donnerstag unterzeichneten Grundsatzvereinbarung seien noch Detailfragen zu klären, hieß es am Montag. Branchenkreisen zufolge drängt Lauda auf baldige Klarheit, um die Flugpläne für den Winter unter Dach und Fach bringen zu können.

Wie zuvor bereits bekannt geworden war, hat Lauda auch bereits mit den Reisekonzernen Tui und Thomas Cook über einen Fortbestand ihrer Verträge mit Aero Lloyd Austria gesprochen. Aero Lloyd wollte dies nicht kommentieren. „Die Gespräche des Insolvenzverwalters mit insgesamt drei Investoren laufen mit Hochdruck weiter“, sagte eine Sprecherin. Dazu gehöre auch Lauda. Insolvenzverwalter Gerhard Walter hatte vor gut einer Woche erklärt, ihm lägen ernst zu nehmende Anfragen sowohl aus dem In- und Ausland vor.

Die Ferienfluggesellschaft Aero Lloyd mit Sitz in Oberursel bei Frankfurt - bisher mehrheitlich im Besitz der Bayerischen Landesbank - hatte vor gut zwei Wochen wegen Überschuldung den Flugbetrieb sämtlicher 21 Flugzeuge in Deutschland und Österreich eingestellt. Die österreichische Tochter ist allerdings nicht vom Insolvenzverfahren betroffen und könnte den Flugbetrieb daher schneller wieder aufnehmen.

Bislang nicht zum Zug gekommen ist nach den Worten der Aero Lloyd-Sprecherin allerdings ein ehemaliger Flugbegleiter der Lufthansa, der sich bereits vorige Woche und erneut am Montag bei Aero Lloyd und in Pressemitteilungen als potenzieller Retter anbot. Das Angebot dieses Interessenten, der sich als Bekleidungsunternehmer bezeichet, werde nicht näher geprüft, sagte die Sprecherin.

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