Letzter Öffnungstag
Hertie: Alles muss raus – heute

Manche Kunden kommen mit Wehmut, die Angestellten arbeiten mit großen Sorgen: Zum letzten Mal haben heute die Filialen der Warenhauskette Hertie geöffnet. Viele sind es nicht mehr: 30 Häuser waren bereits in den vergangenen Tagen geschlossen worden.

HB GLADBECK. Die verbliebenen 20 Filialen bieten massive Rabatte bei dem Ausverkauf der restlichen Warenbestände. Insgesamt 2 600 Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz. Ob sie eine Abfindung erhalten, soll am Ende des Insolvenzverfahrens im kommenden Jahr feststehen.

Für den traditionsreichen Namen Hertie kommt damit schon zum zweiten Mal das Aus: Zum ersten Mal war er nach der Übernahme durch Karstadt Mitte der 90er Jahre ausgelistet worden. Als Karstadt 2005 74 kleinere Häuser an den britischen Investor Dawnay Day verkaufte, wurde der Name Hertie wiederbelebt.

Vor einem Jahr geriet jedoch die neue Hertie-Gesellschaft in die Insolvenz. Im Mai beschloss die Gläubigerversammlung die Schließung der Filialen, weil keine Chance auf eine Rettung gesehen wurde.

Der Eigentümer der Immobilien, die Mercatoria Acquisitions (MABV) will die Gebäude nun an andere Interessenten wie Kaufland, C&A oder Saturn vermieten. Einige der Ladenlokale seien bereits verpachtet, hieß es. Bereits zum Weihnachtsgeschäft wollen neue Mieter an den Start gehen.

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