Leuchtenhersteller: Zumtobel bleibt in der Verlustzone

Leuchtenhersteller
Zumtobel bleibt in der Verlustzone

Die Umstellung auf die LED-Technologie kostet, die Auftragslage ist mäßig: Der österreichische Leuchtenhersteller Zumtobel macht weiterhin Minus. Doch es gibt offenbar Anlass für vorsichtigen Optimismus.
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WienDer österreichische Leuchtenhersteller Zumtobel blickt nach dem ersten Umsatzzuwachs seit eineinhalb Jahren etwas optimistischer auf die kommenden Monate. Im Ende April auslaufenden Geschäftsjahr 2013/14 erwartet das Unternehmen nun Erlöse auf oder leicht unter dem Vorjahresniveau von 1,24 Milliarden Euro sowie ein deutlich besseres bereinigtes Betriebsergebnis. Zuvor hatte die Firma lediglich Erlöse leicht unter dem Vorjahresniveau und eine Ergebnisverbesserung in Aussicht gestellt. An der Börse kam die wachsende Zuversicht gut an: Die Zumtobel-Aktie legte am Dienstag gut vier Prozent zu.

Der Konzern mit Sitz in Vorarlberg ist auf die Beleuchtung von Büros, Gebäuden, Supermärkten und Straßen spezialisiert. Zuletzt hatten der Firma die langwierige Umstellung auf die neue LED-Technologie sowie die Zurückhaltung öffentlicher Auftraggeber bei der Straßenbeleuchtung sowie des Großhandels zu schaffen gemacht. Doch nun mehrten sich Anzeichen für eine Stabilisierung des Marktes, erklärte Zumtobel. Vor allem im krisengeplagten Südeuropa sowie in Nord- und Westeuropa stiegen die Umsätze.

Im dritten Quartal von November bis Januar setzte Zumtobel 292 Millionen Euro um, ein Plus von 1,4 Prozent. Das bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) war nach einem Verlust von 3,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum ausgeglichen. Im vierten Quartal werde es "geringfügig positiv" sein, kündigte Zumtobel an. Zugute kommt dem Konzern dabei auch die zaghafte Erholung der europäischen Bauwirtschaft, die auch die Nachfrage nach den Leuchten von Zumtobel beflügelt.

Grund für die Ergebnisverbesserung ist auch der verschärfte Sparkurs des seit Oktober vergangenen Jahres amtierenden deutschen Firmenchefs Ulrich Schumacher. Er hatte sich bereits in seiner Zeit als Chef des Halbleiterherstellers Infineon einen Ruf als harter Sanierer gemacht. Bei Zumtobel stellt er nun Werke in Europa und Australien auf den Prüfstand und will "von Fall zu Fall" Stellen streichen. Einen umfangreichen Stellenabbau plant er jedoch nicht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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