Leuchtmittelhersteller Osram-Chef forciert den Umbau

Nach der erneuten Meldung von roten Zahlen muss der Leuchtmittelhersteller Osram das Unternehmen schnell umbauen: Der neue Chef, Olaf Berlien schreibt sich das unbeirrt auf die Fahnen und nimmt Stellenabbau in Kauf.
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Umbau bitternötig: Osram fährt Verluste ein. Quelle: dpa
Osram unter Druck

Umbau bitternötig: Osram fährt Verluste ein.

(Foto: dpa)

MünchenDer neue Osram-Vorstandschef Olaf Berlien drückt beim Konzernumbau aufs Tempo. „Alleine unser Geschäft mit traditionellen Lampen und Vorschaltgeräten ist im vergangenen Jahr um 15 Prozent geschrumpft“, sagte Berlien am Donnerstag auf der Osram-Hauptversammlung in München.

Der Technologiewandel zu Leuchtdioden (LED) und der Preisverfall erfolgten rasanter als erwartet. „Den laufenden Konzernumbau müssen wir eher noch beherzter und fokussierter angehen“, forderte Berlien: „Und wir müssen schneller werden - viel schneller!“ Wie die neue Strategie aussehe, werde er im Frühjahr mitteilen.

Osram hat bereits einen weiteren drastischen Stellenabbau angekündigt. In den nächsten zwei Jahren sollen an den deutschen Standorten 1700 Arbeitsplätze gestrichen werden, im Ausland weitere 6100.

Auf der Hauptversammlung dankte Berlien der IG Metall und den Betriebsräten für ihre Unterstützung des Umbaus und sagte ihnen einen offenen Dialog zu. Im ersten Quartal hatte Osram den Umsatz zwar gesteigert, war aber wegen der Umbaukosten in die roten Zahlen gerutscht.

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