Liberalisierung der europäischen Postmärkte gilt als größte Herausforderung
IPO-Erlös dient Expansion der Deutschen Post

Die Deutsche Post will die Erlöse aus dem Börsengang der Postbank für die internationale Expansion nutzen. Eine Sonderausschüttung an den Großaktionär Bund werde es nicht geben, bekräftigte Post-Chef Klaus Zumwinkel am Sonntag. Er will das Boden- und Luftnetz der Logistiktochter DHL in Europa aus- , das internationale Briefgeschäft auf- und Schulden abbauen.

agr DÜSSELDORF. Konkret plant DHL ein neues Frachtzentrum (Hub) für 250 Mill. Euro. Darauf macht sich der Flughafen Leipzig Hoffnungen. Doch sind auch die Flughäfen Vatry in Frankreich und Brüssel im Rennen. Eine Entscheidung soll im Herbst fallen.

Zumwinkel braucht künftig aber vor allem Geld für das Briefgeschäft. Durch die Liberalisierung werden in Europa bis 2010 die Weichen neu gestellt. Die großen Postkonzerne müssen sich international verstärken, um am Ball zu bleiben. Neben der holländischen TPG gilt die Deutsche Post als Interessent für Beteiligungen an den zur Privatisierung anstehenden Postkonzernen in Österreich und Dänemark.

Darüber hinaus will die Post Schulden abbauen, vor allem Pensionsschulden. Die Nettofinanzverschuldung (Finanzschulden abzüglich Wertpapiere und flüssige Mittel) ist gering. 2003 werden 2,04 Mrd. Euro ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionen belaufen sich dagegen auf 6,3 Mrd. Euro.

Dass der Konzern zumindest kurzfristig nicht auf den Erlös aus dem Verkauf der Postbank angewiesen ist, wie Zumwinkel immer wieder betont, zeigt ein Blick auf die freien Kreditlinien von Banken. Sie beliefen sich zum 31. Dezember 2003 auf 3,9 Mrd. Euro. „Zusammen mit den flüssigen Mitteln hat der Konzern damit ausreichende finanzielle Mittel, um den Ausbau des operativen Geschäfts zu finanzieren“, heißt es im Geschäftsbericht.

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