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Aldi-Konkurrent erhöht den Mindestlohn

Schon 2010 bekamen Lidl-Mitarbeiter zehn Euro in der Stunde. Der Discounter forderte deshalb schon damals auch einen bundesweiten Mindestlohn von zehn Euro. Jetzt geht Lidl erneut voran.
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Lidl hatte 2010 einen Mindestlohn von zehn Euro pro Stunde eingeführt. Dieser soll jetzt auf zwölf Euro steigen. Quelle: dpa
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Lidl hatte 2010 einen Mindestlohn von zehn Euro pro Stunde eingeführt. Dieser soll jetzt auf zwölf Euro steigen.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer Discounter Lidl geht erneut voran und erhöht den firmeninternen Mindestlohn ab dem 1. März 2017. Das Unternehmen werde dann pro Stunde mindestens zwölf Euro bezahlen statt wie bisher 11,50 Euro, sagte Marin Dokozic, Deutschland-Chef von Lidl, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Freitagsausgabe). Auch die Filialleiter und ihre Stellvertreter sollen demnach mehr Geld bekommen.

Als leistungsorientiertes Unternehmen zahle Lidl generell über dem Marktniveau, fügte Dokozic hinzu: „Wir wollen den Wettbewerb treiben.“

Das sind die Discounter der Zukunft
Lidl mit neuem Filialkonzept
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In Verona in Norditalien betreibt Lidl zwei Filialen, die zum Vorbild für neue Märkte auch in Deutschland werden sollen. Lidl-Chef Sven Seidel betonte im Handelsblatt-Interview, dass das Unternehmen sehr viel von den Erfahrungen im Ausland lernen kann: „Die Innovation kommt daher, dass sich die Zentrale mit den Ländern reibt und die Essenz dessen, was an neuen Erfahrungen gesammelt wird, für das gesamte Unternehmen nutzbar macht.“

Der Eingang
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Allein schon auf der Fläche des großzügigen Eingangsbereichs der italienischen Pilot-Märkte hätte man früher fast einen gesamten Discounter gebaut.

Der Verkaufsraum
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Breite Gänge, der Verzicht auf die abgehängte Decke, warme Farbtöne: In der Filiale will Lidl den Kunden künftig ein „großzügiges Raumgefühl“ geben. Das ist in deutschen Märkten meist noch anders. „Wenn Sie sich so manche Filialen älteren Baujahrs anschauen, dann ist vielerorts schon alles sehr kleinteilig“, räumt auch Lidl-Chef Seidel ein.

Die Präsentation
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Auch bei der Präsentation der Waren erinnert nicht mehr viel an alte Zeiten, wo Artikel in Kartons auf Paletten standen. Die Kunden erwarten bald noch mehr Markenartikel und hochwertige Frischwaren. Trotzdem wird die Zahl der Artikel auch in Zukunft deutlich unter der der Supermärkte liegen.

Die Backstationen
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Noch mehr Wert wird künftig auf frische Backwaren gelegt. Nur die Bedientheken wird man auch in Zukunft in einem Lidl vergeblich suchen. In irgendeiner Form muss sich Discount ja noch vom Supermarkt unterscheiden.

Die Kunden-WC
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Eine überraschende Neuerung: Bei Neu- und größeren Umbauten will Lidl bald auch in deutschen Märkten Toiletten für Kunden anbieten.

Die Wickeltische
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Erleichterung für junge Mütter und Väter: Sogar einen Wickeltisch für die jüngsten Kunden soll es in Zukunft im Discounter geben.

Lidl hatte 2010 einen Mindestlohn von zehn Euro pro Stunde eingeführt; das Unternehmen forderte damals diese Summe auch als allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn. Seit August 2013 verdienen die Mitarbeiter bei Lidl den Angaben des Unternehmens zufolge mindestens elf Euro pro Stunde, seit Juni 2015 sind es 11,50 Euro.

Lidl gehört zur Unternehmensgruppe Schwarz, zu der auch die Supermarktkette Kaufland zählt. Die Gruppe ist die Nummer drei im deutschen Lebensmitteleinzelhandel nach Edeka und Rewe.

  • afp
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