Lidl setzt am Donnerstag zusätzliches Personal ein
Bahn kämpft gegen Ebay-Handel

Die Deutsche Bahn geht gegen Wiederverkäufer der neuen Billig-Tickets, die es ab Donnerstag bei Lidl geben wird, vor. "Der Weiterverkauf der Tickets ist nicht erlaubt", sagte ein Bahnsprecher dem "Tagesspiegel".

HB BERLIN. Man stehe unter anderem mit dem Internet-Auktionsanbieter Ebay in Kontakt. "Entdecken wir dort Angebote, sprechen wir Ebay an. Diese Angebote werden dann von Ebay runtergenommen." Schon nach den ersten Berichten über die neuen Tickets habe es Versuche gegeben, Billig-Tickets im Voraus zu versteigern. Die Bahn werde auch den Verkauf bei anderen Anbietern von Internet-Auktionen unterbinden, sagte der Sprecher.

Bei Lidl werden ab Donnerstag erstmals Fernverkehrs-Fahrscheine für Züge der Deutschen Bahn verkauft. Der Discounter rechne mit einem Ansturm, sagte eine Lidl-Sprecherin dem "Tagesspiegel". Darauf habe man sich auch vorbereitet. Man werde zusätzliche Kassen öffnen und mehr Personal einsetzen. Außerdem seien die Kassiererinnen zusätzlich geschult worden.

Dass die Aktion bei Lidl noch in letzter Minute von den Gerichten gestoppt werden könnte, hält die Bahn für unwahrscheinlich. Der Reisebüro-Verband versucht derzeit, eine einstweilige Verfügung dagegen zu erwirken. "Wir gehen davon aus, dass wir planmäßig mit dem Verkauf starten können", sagte der Bahnsprecher. Er versicherte, dass man den Reisebüros mit der Aktion auch keine Konkurrenz machen wolle. Ob es künftig wieder Billig-Tickets bei Lidl oder einem anderen Einzelhändler geben werde, hänge auch davon ab, wie viele Neukunden die Bahn jetzt gewinnen könne. Das werde nach der Aktion zunächst analysiert. "Die überwiegend sehr positiven Reaktionen bisher ermutigen uns aber", sagte der Sprecher.

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