Liquiditätsengpass von rund 15 bis 20 Mill. Euro
Wayss & Freitag bringt Agiv durch Millionenforderungen in Bedrängnis

Die Frankfurter Wayss & Freitag-Gruppe (W&F), unter anderem einer der führenden Immobilien-Projektentwickler Deutschlands, fordert von der angeschlagenen Hamburger Immobiliengruppe Agiv die Zahlung rund 40 Millionen Euro.

HAMBURG. Die Forderungen stammen unter anderem aus Mietgarantien, deren Zahlungen Agiv nicht erfüllt haben soll. Die zur niederländischen Royal BAM Group gehörende W&F-Gruppe soll bereits vor Gericht einen Titel erwirkt haben. Dies erfuhr das Handelsblatt aus Kreisen der HSH Nordbank, des größten Kreditgebers der Agiv-Gruppe. Ein Agiv-Sprecher bestätigt auf Anfrage, dass Wayss & Freitag eine Forderung im zweistelligen Millionenbereich besitze. Über die genaue Höhe macht er keine Angaben.

Damit gerät der Immobilienkonzern weiter finanziell in Bedrängnis. Bereits seit Tagen blockiert die zum niederländischen Allfinanzkonzern ING gehörende BHF-Bank die Auszahlung von Festgeldern in Höhe von 17,4 Mill. Euro. Die Bank rechnet das Festgeld gegen Altforderungen bei Agiv auf. Doch der Hamburger Immobilienkonzern benötigt dringend das Geld, um einen Liquiditätsengpass von rund 15 bis 20 Mill. Euro zu beseitigen, betont ein Agiv-Sprecher.

Agiv gehört mit einem Investitionsvolumen von rund 2 Mrd. Euro zu einem der größten Immobiliengruppen Deutschlands. An Agiv ist die BHF-Bank mit 13,2 Prozent und die EnBW mit 14,2 Prozent beteiligt.

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