Logistik
Bahn will Personalkosten senken

Den Beschäftigten der Deutschen Bahn steht Ungemach ins Haus. Das Unternehmen will nämlich seine Personalkosten herunterfahren. Die Gewerkschaften reagieren reserviert. Dafür gibt es Gründe.

HB BERLIN. Die Deutsche Bahn fordert wegen der Wirtschaftskrise von ihren Mitarbeitern große Zugeständnisse bei der Bezahlung. So soll die für Januar 2010 geplante Lohnerhöhung um 2 Prozent verschoben werden, wie aus einem Schreiben des Unternehmens an die Bahngewerkschaften Transnet, GDBA und GDL hervorgeht. Arbeitnehmervertreter lehnten das Ansinnen in ersten Reaktionen ab.

Ein Bahnsprecher bestätigte am Donnerstagabend einen Vorabbericht des "Tagesspiegels". Demnach schrieb Bahnverhandlungsführer Werner Bayreuther an die Gewerkschaften, dass auch die Mitarbeiterbeteiligung in diesem Jahr eine wirtschaftliche Belastung darstellt. Deswegen solle sie geändert werden. Von den Zugeständnissen sollen vor allem die Tochter DB Schenker Rail Deutschland und die Fahrzeuginstandhaltung betroffen sein.

Das Schreiben ging dem Bahnsprecher zufolge Ende Mai den Gewerkschaften zu. "Natürlich spricht man auch gerade in Krisenzeiten mit den Gewerkschaften spricht." Der Schwerpunkt der Gespräche liege darauf, die aktuellen Regelungen der Kurzarbeit anzupassen.

Transnet-Sprecher Oliver Kaufhold bestätigte den Eingang des Schreibens, wandte sich aber gegen die Forderung. "Wir sehen nicht ein, warum die Wirtschaftskrise ein Vorwand sein soll, die Tarifbedingungen für die Beschäftigten zu verschlechtern."

Die Deutsche Bahn bekommt die Rezession vor allem im Güterverkehr zu spüren. Bei der Frachttochter Schenker Rail sind derzeit etwa 5.000 Menschen von Kurzarbeit betroffen. Die Zahl soll nach dem Willen des Konzerns in diesem Jahr voraussichtlich auf 7.500 bis 8.000 steigen.

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