Logistik
Fedex mit Gewinnwarnung – Post betont gelassen

Der Post-Konkurrent Fedex hat auf Grund der Wirtschaftskrise eine Gewinnwarnung ausgegeben. Und der Logistikkonzern Con-Way hat eine Gewinnprognose kassiert. Die Post lassen die schlechten Nachrichten aus den USA kalt. An den Zielen fürs US-Geschäft werde nicht gerüttelt.

HB CHICAGO/DÜSSELDORF. Der Deutsche-Post-Konkurrent Fedex hat angesichts der Wirtschaftsabschwächung in den USA eine Gewinnwarnung ausgegeben. Fedex rechne für das bis Ende Mai laufende Geschäftsjahr nun noch mit einem Gewinn zwischen 3,50 und 4,75 Dollar pro Aktie, nach bislang vorhergesagten 4,75 bis 5,25 Dollar, teilte der Konzern am Montag nach Börsenschluss mit. Der gesunkene Ölpreis könne die erwarteten Auswirkungen der „drastisch schwächeren makroökonomischen Bedingungen“ nicht ausgleichen, hieß es. Im gerade abgelaufenen zweiten Quartal lag der Gewinn mit 1,58 Dollar pro Aktie indes um sieben Cent über den Erwartungen von Analysten. Die Fedex-Aktie verlor nachbörslich dennoch rund elf Prozent. Auch der US-Logistikkonzern Con-Way nahm seine Gewinnprognose zurück. Erwartet würden für das Geschäftsjahr nun noch 2,20 bis 2,35 Dollar pro Aktie. Zuletzt hatte Con-Way 2,60 bis 2,80 Dollar vorhergesagt, nachdem der Konzern ursprünglich sogar von 3,00 bis 3,40 Dollar ausging. Die Deutsche Post will nach jahrelangen Verlusten im US-Expressgeschäft in den USA insgesamt rund 15 000 Mitarbeiter der Tochter DHL entlassen. Der Konzern will auf sein inneramerikanisches Verteilnetz verzichten und die USA künftig nur noch als Drehscheibe für den internationalen Express-Verkehr nutzen. Der Umbau kostet die Post rund 3,9 Mrd. Dollar.

Die Deutsche Post hält ungeachtet der Talfahrt der US-Wirtschaft und einer Gewinnwarnung des US-Konkurrenten Fedex an den Zielen für ihr defizitäres US-Expressgeschäft fest. „Die Pläne für die USA und unsere Kostenrechnungen sind unverändert“, sagte eine Sprecherin am Dienstag in Bonn. Die Deutsche Post hatte nach herben Verlusten angekündigt, sich aus dem inneramerikanischen Expressgeschäft zurückzuziehen und die USA nur noch als Drehscheibe für internationale Expresssendungen zu nutzen. Bei der Tochter DHL sollen dazu tausende Arbeitsplätze gestrichen werden.

Der gesamte Restrukturierungsaufwand soll bei 3,9 Mrd.  Dollar liegen. Die Post rechnet der Sprecherin zufolge weiter damit, dass sich die Verluste dort 2009 auf höchstens 900 Mio. Dollar belaufen.

Die Post verhandelt mit dem Konkurrenten UPS, der künftig Sendungen innerhalb der USA für sie transportieren soll. Hier erwartet die Post der Sprecherin zufolge weiter eine Einigung bis Jahresende. Gelinge dies nicht, gebe es auch Alternativen.

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