Logistik: Hermes will exakter liefern

Logistik
Hermes will exakter liefern

Vergebliche Zustellversuche verhageln den Logistikunternehmen die Bilanzen. Darum will der Paketservice Hermes künftig auf individueller auf die Kunden eingehen - und häufiger nach Feierabend zustellen.
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HamburgImmer mehr Kunden kaufen im Internet ein. Waren im Wert von 27,6 Milliarden Euro orderten die Deutschen 2012 im Netz – ein Plus von 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Doch die Branche hat ein Problem, das sie dringend lösen muss: So gern die Kunden im Internet bestellen, so wenig sind sie dauernd zu Hause erreichbar, um die Pakete zu empfangen. Für den Paketdienst erhöhen vergebliche Zustellversuche die Kosten.

„Unser Ziel ist es, gemeinsam mit den Verbrauchern einen Weg zu finden, dass sie ihr Paket bekommen, wann und wohin sie es haben wollen“, sagte Hanjo Schneider, Chef des Logistikunternehmens Hermes und Service-Vorstand des Mutterkonzerns Otto-Gruppe, dem Handelsblatt (Dienstagausgabe). Der Weg dorthin erfordert mehr Wissen, Hermes benötigt ein Datenprofil der Empfänger. Darüber erfährt das Unternehmen dann etwa, dass die Zusteller Herrn Müller samstags nicht zu Hause, sondern in seinem Wochenendhaus an der Ostsee antreffen.

Doch das reicht nicht, Hermes, ein Konkurrent der Deutschen Post/DHL, muss den Kunden zudem klarer sagen, wann die Sendungen kommen. „In Zukunft werden wir zeitlich enger eingrenzen können, wann wir zustellen. Die Toleranz soll maximal ein bis zwei Stunden betragen“, verspricht Schneider. „Zudem werden wir verstärkt nach Feierabend zustellen.“ Starten wird Hermes mit dem neuen Service kommendes Jahr, testweise zuerst in Ballungsgebieten.

Mark C. Schneider
Mark C. Schneider
Handelsblatt / Redakteur

Kommentare zu " Logistik: Hermes will exakter liefern"

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  • Yap... mit 1600 Ebay bewertungen und der entsprechenden Erfahrung muss ich immer wieder feststellen. Ich sollte es lassen. Waren bleiben ohne erkennbare Gründe an Niederlassungen liegen, das Trackking Zwischenschritte nicht an, eine Laufzeit von 5 Tagen bei 250KM Entfernung ist indiskutabel. Da kann man nix schön reden, auch wenn die Herren und Damen der PR das verzweifelt versuchen. Vielleicht wäre ein erster Schritt eine FaireBezahlung der Mitarbeiter und deren Aufwendungen durch das Bereitstellen der privaten Fahrzeuge. Arbeitsnehmerzufriedenheit erhöht die Motivation, Erfolgsprovision die Begeisterung.

  • Die Auslieferung ist bei mir das kleinste Problem bei Hermes. Wir haben tatsächlich einen angestellten Auslieferer mit offiziellem Fahrzeug und Uniform (ich wusste gar nicht dass es so was noch gibt).
    Das Problem ist, dass man nie vorher weiß wie versandt wird. Es fehlt einfach die Möglichkeit zu sagen "bin eh nie zu Hause - bitte an der Tankstelle abgeben" (das betrifft im Prinzip jeden Lieferservice). Das beste war beim der Auslieferung vom iPad 3:
    Lieferzeit von Apple damals ca. 3 Wochen. Nach bereits vier Tagen bekam ich die Bestätigung, dass das iPad auslieferbereit sei und die auf die Abholung durch Hermes warten. Das dauerte dann genau 5 Tage. Der Weg durch die Lagerstätten von Hermes dauerte dann 7 (!) Tage. Als es dann bei unserem Auslieferfahrer angekommen war, sah ich den fehlgeschlagenen Zustellversuch. Ich habe dann bei Hermes angerufen, ob die das nicht abends direkt an einer Abholstelle hinterlegen könnten... wäre ja so einfach. Antwort des Service Centers: das Paket muss abends zurück in die Zentrale, dann umgekennzeichnet werden (1 Tag) und dann wieder mit dem Fahrer raus zur Abholstelle (noch ein Tag). - Super Lösung, bei UPS wäre ich abends ab sieben zum Lager gefahren und hätte es abgeholt, kein Wunder das so erhöhte Kosten entstehen.
    Als ich nach der arbeit Tanken war, kam gerade unser Hermes Mensch vorbei. Ich habe Ihn angesprochen und hatte nachdem er das kurz gescannt hatte, sofort mein iPad!
    Der einfache Fahrer ist also persönlich besser organisiert, als die von Managern vorgegebenen Orgapläne!

  • Hermes ist eine absolute Katastrophe - Pakete, die wie frisch aus der Raucherlounge riechen; Fahrer ohne GPS im Fahrzeug, die eine Adresse nur jedes zweite Mal finden; Pakete, die ohne zweiten Zustellversuch wieder zurückgehen, etc. - Wir meiden mittlerweile Webstores, welche mit Hermes versenden.

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