Logistik-Verbund IDS im Visier von K&N und DFDS
Logistikkonzerne gehen auf Einkaufstour

Der 1982 als „Interessengemeinschaft der Spediteure“ gegründeten mittelständischen Stückgutkooperation IDS Logistik droht ein schleichender Ausverkauf. Die Großkonzerne und IDS-Partner Kühne & Nagel (K&N) und die dänische DFDS Transport wollen innerhalb der IDS weiter wachsen. Beide suchen nach Verstärkungen im europäischen Landverkehr und sind auf Einkaufstour.

agr FRANKFURT/M. DFDS-Manager Jonas Hanson kündigte jetzt auf der IDS-Jahrespressekonferenz in Frankfurt weitere Übernahmen an – wenn möglich noch in diesem Jahr. Auch K&N-Chef Klaus Michael Kühne hat Interesse signalisiert: „Wir wollen unseren Einfluss bei IDS ausbauen“, sagte er kürzlich der „Welt“. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate haben DFDS und K&N bereits sechs mittelständische IDS-Firmen erworben. An der IDS hält K&N bisher zwölf und DFDS 19 Prozent. Die restlichen Anteile verteilen sich auf 16 mittelständische Gesellschafter. IDS gilt mit einem Umsatz von 1,2 Mrd. Euro und einem Aufkommen von 8,7 Mill. Sendungen im Jahr als relativ loser Verbund, der es im Wettbewerb mit reinen Stückgutunternehmen schwer hat. Es müsse noch viel passieren, damit IDS mit Schenker und Dachser mithalten könne, meinte jedenfalls Kühne.

DFDS hatte zuletzt Anfang des Jahres das Stückgutgeschäft des IDS-Partners Rudolph übernommen. Allein in den vergangenen zwölf Monaten haben die Dänen in Deutschland sechs Firmen mit einem Umsatz von rund 300 Mill. Euro gekauft, darunter neben IDS-Firmen wie Viktoria oder Boes auch Logistiker außerhalb des IDS wie J.H Bachmann. K&N hat 2004 die IDS-Partner Pracht, Häring und Anteile an WM Cargonet gekauft.

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