Logistikbranche
Transporteure leiden geringerem Welthandel

Der schwache Welthandel macht den deutschen Transporteuren immer mehr zu schaffen. Firmen der Binnenschifffahrt, im Luft- und Seeverkehr sowie dem Gütertransport auf Straße und Schiene rechnen in den nächsten sechs Monaten mit einem kräftigen Rückgang ihrer Geschäfte.

HB BERLIN. Das geht aus einer Umfrage des ZEW-Instituts unter 300 Branchenfirmen mitteilte. Allein die Nachfrage nach Kurier-, Express- und Paketdiensten werde noch relativ stabil eingeschätzt. Wegen deutlich sinkender Treibstoffkosten erwarten die Unternehmen auch sinkende Preise. Aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs werde es immer schwieriger, steigende Kosten wie die Erhöhung der Lkw-Maut und teurere Kapitalbeschaffung an Kunden weiterzugeben.

Knackpunkt für die Transportnachfrage in den nächsten sechs Monaten sei die Konjunktur- und Außenhandelsentwicklung. Hier seien die Firmen pessimistisch. "Der Transport im Schienengüterverkehr und durch die Binnenschifffahrt sowie die Luft- und Seefracht sind am stärksten vom Konjunktureinbruch betroffen", erklärte das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung" (ZEW).

Auch im Straßengüterverkehr schätzten die Firmen ihre Perspektiven recht schwach ein. Vor allem für das Transportgeschäft im asiatisch-pazifischen Raum hätten sich die Aussichten eingetrübt. Die deutsche Industrie leidet massiv unter der weltweiten Nachfrageflaute. Das Geschäft der Exporteure etwa brach im Januar so stark ein wie seit 16 Jahren nicht mehr. Für 2009 rechnet der Dachverband BGA mit einem Umsatzrückgang von bis zu acht Prozent. Es wäre das erste Minus seit 1993 und das größte seit Gründung der Bundesrepublik 1949.

Das Mannheimer ZEW befragt zusammen mit der Schweizer ProgTrans AG vierteljährlich rund 300 Spitzenvertreter der Transportbranche und der sogenannten Verladenden Wirtschaft wie Industrie und Handel zur Entwicklung der Transportmärkte.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%