Logistikkonzern
HHLA steigert Gewinn deutlich

Der Anstieg des Warenverkehrs nach Osteuropa und mit China haben dem Hafenkonzern HHLA zu mehr Gewinn verholfen. Das Ergebnis fiel besser aus als von Analysten erwartet. Das Management bleibt optimistisch.
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HamburgEin Anstieg des wichtigen Warenverkehrs mit China und eine kräftige Zunahme der Transporte nach Osteuropa haben den Gewinn der HHLA angekurbelt. Der Betriebsgewinn des börsennotierten Kerngeschäfts des Hamburger Hafen- und Logistikkonzerns kletterte zu Jahresbeginn um zehn Prozent auf knapp 35 Millionen Euro und damit stärker als von Analysten erwartet. Dadurch sah sich der Vorstand am Dienstag in seinen Zielen für das Gesamtjahr bestärkt: "Die deutlichen Mengensteigerungen in unseren Kerngeschäftsfeldern und die Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr sind beachtlich - gerade weil wir weiterhin mit schwierigen Rahmenbedingungen zu kämpfen haben", zog Vorstandschef Klaus-Dieter Peters Zwischenbilanz.

Die Zahl der an den Kaimauern in Hamburg und Odessa bewegten Container kletterte in den ersten drei Monaten um fünf Prozent auf 1,8 Millionen Einheiten. Dazu habe vor allem ein Anstieg des Asienverkehrs und der Zubringerdienste (Feeder) in den Ostseeraum beigetragen, erläuterte das Management. Auch an den Terminals in Odessa seien mehr Boxen umgeschlagen worden.

Besonders stark legte der Hinterlandverkehr nach Osteuropa zu: Zu der Steigerung des Transportvolumens um ein Fünftel hätten vor allem die neuen Verbindungen nach Österreich und innerhalb Deutschlands sowie zu den polnischen Ostseehäfen gesorgt. Allerdings sank sowohl der Umsatz als auch das Ergebnis der Intermodal-Sparte, weil die HHLA-Töchter wegen des schärferen Wettbewerbs in Polen Preise senken mussten. Zudem schlugen Sanierungskosten bei der Tochter Polzug und Anlaufkosten für die neuen Verbindungen zu Buche. Der Konzernumsatz sank um knapp drei Prozent auf 279 Millionen Euro, weil die TFG Transfracht nicht mehr der HHLA gehört.

Für das Gesamtjahr bekräftigte der Vorstand die Prognose. Demnach soll der Konzernumsatz zwischen 1,1 und 1,2 Milliarden Euro liegen. Für das operative Ergebnis erwartet die Hamburger Hafen- und Logistik AG (HHLA) einen Wert zwischen 155 und 175 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr hatte der Betriebsgewinn bei 186 Millionen Euro gelegen. Der Rückgang kommt zustande, weil die HHLA nicht erneut einen Einmalertrag aus dem Verkauf der Transfracht-Anteile an die Deutsche Bahn verbuchen kann. Im Vorjahr waren das 17,6 Millionen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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