Logistikkonzerne
Post sucht nach neuen Partnern in den USA

Die Deutsche Post sucht seit Monaten nach einer Lösung für ihr defizitäres US-Geschäft. Bisher verhandelte der Logistik-Konzern mit UPS. Doch die Gespräche stockten zuletzt offenbar immer mehr. Nun spricht die Post auch mit anderen Kandidaten.

HB BONN. Die Deutsche Post verhandelt mit mehreren Anbietern über eine Kooperation im hochdefizitären amerikanischen Express-Geschäft. "Wir haben lange exklusiv mit UPS gesprochen. Nun reden wir auch mit anderen Anbietern, einschließlich jenen, mit denen wir bereits zusammen arbeiten", sagte Finanzvorstand John Allan am Donnerstag.

Im Mai hatte die Post angekündigt, sie verhandele darüber, amerikanische Inlandsflüge über UPS abzuwickeln und damit eine wesentliche Verlustquelle auszutrocknen. Seitdem konnten sich die beiden Unternehmen aber nicht auf die Details einigen. 2008 zogen die Verluste dieser Sparte sowie der teilweise Rückzug aus den USA die Post tief in die roten Zahlen - das kostete die Post 2,358 Mrd. Euro.

Zwar habe die Post nun 4,2 Mrd. Euro von der Deutschen Bank für die Postbank-Anteile erhalten, doch sei es noch zu früh, über eine Sonderdividende zu sprechen. Mit dem Erlös aus dem Verkauf der Postbank an die Deutsche Bank ist die Post praktisch schuldenfrei. Nach einer ersten Barzahlung von 3,1 Mrd. Euro im Januar hatte die Post nun weitere 1,1 Mrd. Euro von den Frankfurtern erhalten. Zu Jahresbeginn hatte die Post Netto-Schulden in Höhe von 2,412 Mrd. Euro.

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