Logistiksparte
Deutsche Bahn will Börsianer mit China-Plänen begeistern

Die Börsenstory der Deutschen Bahn wird in den kommenden Jahren maßgeblich von der Logistiksparte rund um die Tochter DB Schenker geschrieben. Die Logistiksparte soll profitabler werden und vor allem im Wachstumsmarkt Asien zulegen. Allein in China will der Konzern in den nächsten Jahren den Umsatz auf über sechs Mrd. Euro vervierfachen.

PEKING. Das entspricht fast einem Fünftel des gesamten Bahn-Umsatzes 2007. Zudem sind Akquisitionen von Güterbahnen und Logistikdienstleistern in Südosteuropa geplant, sagte Spartenvorstand Norbert Bensel dem Handelsblatt.

Die künftige DB Mobility & Logistics soll im Zuge der Teilprivatisierung alle Verkehrsgesellschaften und Dienstleister des Staatskonzerns bis zu einem Anteil von 24,9 Prozent an die Börse bringen. Dann werde der Umsatzanteil des Bereichs Transport und Logistik deutlich wachsen, sagte Bensel. Bislang liegt er im Gesamtkonzern bei knapp 60 Prozent. Im ersten Quartal dieses Jahres sei der Außenumsatz gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um über acht Prozent auf 4,7 Mrd. Euro gestiegen.

Die Marke DB Schenker repräsentiert neben den weltweiten Verkehrs- und Logistikaktivitäten der Konzerntochter Schenker auch den Schienengüterverkehr. So konsolidiert der Konzern erstmals die im vorigen Jahr erworbene britische Güterbahn English Welsh Scottish Railway (EWS), die das Frachtgeschäft in Westeuropa betreiben soll. Die Integration habe den Schienenverkehrsumsatz der DB Schenker Rail im ersten Quartal um mehr als ein Fünftel auf knapp 1,2 Mrd. Euro gesteigert.

Bensel verwies darauf, dass der Bahnkonzern das margenschwache Transport- und Logistikgeschäft profitabler mache. In den letzten drei Jahren sei der Umsatz um 44 Prozent, die Zahl der Mitarbeiter um 38 Prozent, das Ebit aber um 153 Prozent gewachsen. "Die Profitabilität steigt auch weiterhin schneller als der Umsatz", betonte Bensel. So sei das Ebit im ersten Quartal um neun Prozent besser ausgefallen als 2007.

Den größten Wachstumsschub wird die Bahn bei ihrem Asien-Geschäft erleben. Allein die Schenker-Tochter in China, die mit knapp 1,4 Mrd. Euro etwa ein Zehntel zum Schenker-Umsatz beiträgt, will in den nächsten Jahren jeweils um 20 Prozent wachsen, kündigte der designierte Chef der Schenker AG, Thomas Lieb, an. Dabei habe die Region Asia Pacific insgesamt in den letzten vier Jahren den Umsatz bereits um 190 Prozent auf über 2,8 Mrd. Euro gesteigert.

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