Lokführer bestreiken Nahverkehr
Straßen in ganz Deutschland dicht

Der Streik der Lokführer hat den Verkehr auf Deutschlands Straßen weitgehend lahm gelegt. „Es geht richtig heftig zu“, sagte ADAC-Sprecherin Maxi Hartung am Donnerstagmorgen. Der Berufsverkehr habe zwar schon um 05.30 Uhr und damit extrem früh begonnen, „aber trotzdem haben wir lange Staus“ so Hartung.

HB MÜNCHEN. Besonders schlimm erwischte es München. Vom Ammersee Richtung München standen die Autos auf 25 Kilometer Länge. Auf der A81 vor Stuttgart bildete sich am Morgen ein zwölf Kilometer langer Stau. „Im Rhein-Ruhr-Gebiet von Köln bis Dortmund gibt es keine Autobahn, die nicht voll ist“, sagte die ADAC-Sprecherin. Auch vor Hannover, Bremen und Hamburg stauten sich die Blechkolonnen.

Beim Streik am vergangenen Freitag sei es nicht so schlimm zugegangen, damals hätten offenbar doch einige Arbeitnehmer frei genommen, sagte Hartung.

Unterdessen gab die Deutsche Bahn bekannt, wo das Chaos auf den Schienen am größten war. Massiv betroffen sei der Regionalverkehr in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sowie in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Erheblich eingeschränkt sei auch der S- Bahn-Verkehr in München und in Frankfurt am Main. In Nordrhein-Westfalen wurden die S-Bahnen zu den Flughäfen bestreikt. Die S- Bahnen in Hamburg und Berlin fuhren in einem 20-Minuten-Takt. Der S-Bahn-Verkehr in Hannover war eingeschränkt.

Um 2.00 Uhr hatte die Lokführergewerkschaft GDL mit einem neunstündigen Streik im Nah- und S-Bahn-Verkehr begonnen. Die GDL rechnet bundesweit mit einigen tausend Lokführern, die bis 11.00 Uhr die Arbeit niederlegen werden. Der Westen Deutschlands sei deswegen weniger vom Ausstand betroffen, da dort mehr Beamte bei der Deutschen Bahn beschäftigt seien, die nicht in den Ausstand treten dürften, sagte eine GDL-Sprecherin.

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