Lokführer-Tarifkonflikt
Mehdorn sucht politische Hilfe

Bahnchef Hartmut Mehdorn sucht im Tarifkonflikt mit den Lokführern Schützenhilfe. Die Bundesregierung müsse eingreifen, fordert Mehdorn.

HB BERLIN/HAMBURG. Die Bahn sei „mit einem Arbeitskampf konfrontiert, in dem ein eigenständiger Tarifvertrag für die Berufsgruppe der Lokomotivführer durchgesetzt werden soll“, schreibt Mehdorn in einem Brief an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Aufsichtsrat des Unternehmens, wie der „Spiegel“ berichtet. Dies hätte „eine Spaltung der Belegschaft und eine schwer zu beherrschende Tarifvielfalt zur Folge“, die über kurz oder lang auch auf andere Wirtschaftszweige übergreifen würde. Um eine solche Entwicklung zu verhindern, schlägt der Konzernchef einen „Ordnungsrahmen zum Erhalt der Tarifeinheit am Standort Deutschland“ vor.

Ziel müsse es sein, dass in einem Betrieb immer nur die Bestimmungen eines Tarifvertrages anwendbar sein sollen, heißt es in dem Schreiben. Anderenfalls könne die in Deutschland seit Jahrzehnten bewährte Sozialpartnerschaft und damit ein bedeutender Standortvorteil Schaden nehmen.

Die Lokführergewerkschaft GDL darf laut einem Gerichtsurteil vom Freitag künftig auch den Güter- und Fernverkehr der Deutschen Bahn bestreiken. Das Sächsische Landesarbeitsgericht hob in einem Berufungsverfahren eine Einstweilige Verfügung des Arbeitsgerichts Chemnitz auf, das nur Streiks im Regionalverkehr erlaubt hatte. Die Gewerkschaft will in der kommenden Woche über weitere Streiks entscheiden.

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