Lokführergewerkschaft GDL-Forderungen sind für Bahn „nicht machbar“

Fünf Prozent mehr Lohn, zwei Wochenstunden weniger und weitere Wünsche: Die Forderungen der Lokführer-Gewerkschaft seien maßlos, klagt die Bahn. Der Gesamtwert des Forderungskatalogs liege deutlich über 15 Prozent.
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Ein ICE 3 der Deutschen Bahn: Am 30. Juni läuft der Grundlagentarifvertrag aus. Demnach ist die GDL bisher für die rund 20.000 Lokführer bei der Bahn zuständig und die EVG für die anderen Berufsgruppen des Konzerns. Die GDL erhebt ihre Forderungen nun für das gesamte Zugpersonal. Quelle: dpa

Ein ICE 3 der Deutschen Bahn: Am 30. Juni läuft der Grundlagentarifvertrag aus. Demnach ist die GDL bisher für die rund 20.000 Lokführer bei der Bahn zuständig und die EVG für die anderen Berufsgruppen des Konzerns. Die GDL erhebt ihre Forderungen nun für das gesamte Zugpersonal.

(Foto: dpa)

BerlinDie Deutsche Bahn hat die Tarifforderung der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) als maßlos zurückgewiesen. Fünf Prozent mehr Lohn, zwei Wochenstunden weniger und eine Liste weiterer Wünsche seien „absolut nicht machbar“, stellte das bundeseigene Unternehmen am Mittwoch in Berlin fest. Der Gesamtwert des Forderungskatalogs liege deutlich über 15 Prozent. Die Bahn wies auf eine „nicht einfache wirtschaftliche Lage und ein herausforderndes Wettbewerbsumfeld“ hin.

Vor Aufnahme von Tarifverhandlungen will die Bahn mit der GDL und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) die künftige Zusammenarbeit klären. Am 30. Juni läuft der Grundlagentarifvertrag aus. Demnach ist die GDL bisher für die rund 20.000 Lokführer bei der Bahn zuständig und die EVG für die anderen Berufsgruppen des Konzerns. Die GDL erhebt ihre Forderungen nun für das gesamte Zugpersonal. Die Bahn möchte konkurrierende Tarifverträge für ein und dieselbe Mitarbeitergruppe vermeiden.

Die wichtigsten Bahnhöfe Deutschlands
Hauptbahnhof Dortmund
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Dortmund – 130.000 Reisende und Besucher

Der Dortmunder Hauptbahnhof wird Tag ein, Tag aus von 130.000 Reisenden und Besuchern benutzt. Dabei lässt der Zustand des Bahnhofs zu wünschen übrig. Die Eingangshalle wurde zwar vor wenigen Jahren modernisiert, auf den Gleisen und im Zugangsbereich hat sich jedoch nichts verändert. Und das, obwohl direkt gegenüber des Hauptbahnhofs das neue Fußball-Museum des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gebaut wird.

Alle Daten sind Durchschnittswerte aus dem Jahr 2012, Quelle: Deutsche Bahn

Münchner S-Bahn-Tunnel
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Ostbahnhof München – 138.000 Reisende und Besucher

München ist die einzige Stadt, die mit zwei Stationen unter den größten zwölf deutschen Bahnhöfen vertreten ist. Im Ostbahnhof fahren nicht nur Regional-, sondern auch Fernverkehrszüge ein. Das Empfangsgebäude wurde im Jahr 1985 neu gebaut – 138.000 Passagiere und Besucher betreten es täglich.

Nuernberg Hauptbahnhof
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Nürnberg – 150.000 Reisende und Besucher

Der Nürnberger Hauptbahnhof schafft es in die Top Ten der wichtigsten Bahnhöfe in Deutschland. Der Verkehrsknotenpunkt kommt auf 150.000 Reisende und Besucher täglich. Aufmerksamkeit erregte der Bahnhof zuletzt Ende 2012, als an Wochenenden und Feiertage ein nächtliches Alkoholverbot erlassen wurde.

Erkundungsbohrungen am Hauptbahnhof in Essen
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Essen – 170.000 Reisende und Besucher

Ein ungewohntes Bild: An der Einfahrt zum Essener Hauptbahnhof fanden Ende 2013 Erkundungsbohrungen statt. Unter den Gleisen wurden Hohlräume gefunden, die auf Grubenarbeiten Mitte des 19. Jahrhunderts zurückzuführen sind. Das führte zu großen Verspätungen – 170.000 Menschen bekamen das zu spüren, die den Bahnhof täglich nutzen.

Baustelle Stuttgart 21
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Stuttgart – 240.000 Reisende und Besucher

Eine der bekanntesten Baustellen Deutschlands: der Stuttgarter Hauptbahnhof. Die Proteste gegen den Neubau „Stuttgart 21“ erschütterten das Ländle und erregten in der ganzen Bundesrepublik Aufsehen. Trotzdem wird der Bahnhof unterirdisch neu gebaut. Täglich nutzen 240.000 Reisende und Besucher den Baustellen-Bahnhof.

Bahnverkehr wegen Unwetter eingestellt
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Düsseldorf – 250.000 Reisende und Besucher

So sieht es am Düsseldorfer Hauptbahnhof nicht immer aus: 2010 legte ein Unwetter den Bahnverkehr vorübergehend lahm. Normalerweise herrscht auf in dem rheinischen Verkehrsknotenpunkt hektisches Treiben. 250.000 Reisende und Besucher jeden Tag – nur auf sechs deutschen Bahnhöfen ist mehr los.

Bahnstrecke Hannover - Berlin
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Hannover – 260.000 Reisende und Besucher

Ein ICE nach Berlin fährt in Hannover ein. Immerhin fahren seit Anfang November von der niedersächsischen Landeshauptstadt wieder Züge in Richtung Berlin. Fünf Monate nach dem Elbe-Hochwasser wurde die Strecke wieder freigegeben. Die Sperrung hatte viele Reisende hart getroffen – 260.000 gibt es davon im Hauptbahnhof von Hannover am Tag (inklusive Besucher der Bahnhofs).

  • dpa
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