LSB Sky Chefs
Lufthansa steuert auf Tarifkonflikt bei Tochter zu

Eine Äußerung der Lufthansa-Chefetage hat die Gewerkschaft Verdi so sehr aufgebracht, dass sie die Tarifverhandlungen für die Tochter LSG auf Eis legen will. Selbst einen Ausstand fasst Verdi ins Auge.

HB FRANKFURT/MOSKAU. Die Lufthansa muss sich auf einen Tarifkonflikt bei ihrer defizitären Catering-Tochter LSG Sky Chefs gefasst machen. Der Verhandlungsführer der Gewerkschaft Verdi, Steffen Kühirt, sagte, er habe den nächsten Termin für Tarifverhandlungen abgesagt. Auch Streiks seien nicht ausgeschlossen. Anlass seien Äußerungen von Lufthansa-Finanzchef Karl-Ludwig Kley, der erklärt hatte, die Airline brauche ihren Caterer nur im Inland. Eine Präsenz von LSG außerhalb von Frankfurt und München sei nicht erforderlich.

Verdi verlangt Standortgarantie

Kühirt sagte, Verdi habe bei LSG bereits zwei Tarifverträgen zur Arbeitszeit und einer neuen Entgeltstruktur zugestimmt. "Als Gegenleistung wollen wir eine mehrjährige Zukunftssicherung." Ohne eine Beschäftigungs- und Standortgarantie könnten die Tarifverträge nicht in Kraft treten. Die Äußerungen von Finanzvorstand Kley über eine mögliche Konzentration auf die größten Standorte in Frankfurt und Müchen seien "mehr als kontraproduktiv".

Angebliche Russland-Pläne dementiert

Unterdessen hat sich der der Konzern verwundert über Äußerungen des russischen Transportministers Igor Levitin gezeigt. Der Politiker hatte unter Verweis auf ein Gespräch mit Vorstandschef Wolfgang Mayrhuber erklärt, Lufthansa sei "grundsätzlich bereit", in den russischen Markt einzutreten und ein Joint Venture mit einem einheimischen Partner einzugehen. Eine Lufthansa-Sprecherin nannte die Äußerungen "reine Spekulationen", sie habe noch nie etwas von solchen Plänen gehört. Die Airline fliege bereits heute 141 Mal pro Woche auf Strecken zwischen Deutschland und Russland und anderen Ex-Sowjetrepubliken.

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