Luftfahftexperten warnen vor Konkurrenzflügen
Zweikampf der Billigflieger in Stuttgart

Der harte Zweikampf der Billigfluglinien Germanwings und Hapag-Lloyd Express (HLX) geht am Standort Stuttgart in eine neue Runde. Nach Handelsblatt- Informationen wird Germanwings ab 15. September erstmals Flüge von Baden-Württemberg in europäische Metropolen anbieten - noch vor dem Stuttgart-Start des Konkurrenten HLX.

ebe DÜSSELDORF. „Die Entscheidung für Stuttgart als zweite Basis neben Köln/Bonn ist definitiv gefallen“, hieß es in Verhandlungskreisen. Ein Germanwings-Sprecher sagte, die Vorbereitungen stünden „kurz vor dem Abschluss“.

Damit kommen sich die Billig-Ableger von Lufthansa und Tui nun auch im Südwesten Deutschlands ins Gehege: Die Tui-Tochter HLX hatte am Freitag bereits angekündigt, Flüge von Stuttgart aus ab Ende Oktober anzubieten. „Wir sehen in dieser Region ein hohes Nachfragepotenzial nach preiswerten Direktverbindungen“, sagte HLX-Geschäftsführer Wolfgang Kurth. Neben Venedig und Rom sollen ab Dezember zusätzlich Neapel und Pisa angeflogen werden, teilte HLX mit.

Rom gilt auch als geplantes Flugziel von Germanwings. Luftfahrtexperten warnen im Billigsegment jedoch vor direkten Konkurrenzflügen. Erst kürzlich hatte HLX seine London-Verbindung wegen zu schwacher Nachfrage aufgegeben. „Es ist zerstörerisch, direkt gegeneinander zu fliegen“, sagt Martin Köhler von der Unternehmensberatung Boston Consulting. Er verweist auf die erfolgreiche Ryanair-Strategie, die der Billigkonkurrenz weitgehend aus dem Weg gehe. Ryanair und der britische Rivale Easyjet gelten unter den Billiglinien als die einzigen Unternehmen, die trotz der niedrigen Flugpreise zweistellige Gewinnmargen erwirtschaften. Deutsche Anbieter wie Germanwings, HLX oder DBA fliegen indes in der Verlustzone.

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