Luftfahrt
British Airways warnt vor Abschwung

Drei Wochen vor dem Einzug in das neue Terminal 5 in London-Heathrow hat British Airways (BA) die Erwartungen der Märkte gedämpft. Das Renditeziel des Luftfahrtunternehmens ist in weite Ferne gerückt. Konzernchef Walsh äußert derweil Interesse am Kauf von BMI und Iberia.

LONDON. Europas drittgrößte Fluggesellschaft sagte am Donnerstag auf einem Investorentag für das Geschäftsjahr 2008/09 eine operative Rendite von sieben Prozent voraus. Damit rückt das Renditeziel von zehn Prozent in weite Ferne. Doch Konzernchef Willie Walsh verband den trüben Ausblick mit der Ankündigung von Zukäufen. Besonderes Interesse hat er am britischen Konkurrenten BMI und der spanischen Iberia.

Der Konjunkturabschwung und die hohen Ölpreise verderben Walsh den Termin, auf den er seit seinem Amtsantritt im Herbst 2005 hinarbeitet. Alle Anstrengungen waren für ihn stets auf Ende März 2008 ausgerichtet, wenn mit dem Umzug in das moderne, großzügige Terminal 5 endlich ein präsentables Drehkreuz für BA bereitstünde.

Hier wollte er moderne Arbeitsabläufe einführen, Kosten senken und ein neues Service-Niveau erreichen. Das ist auf gutem Wege, doch zunächst einmal fallen Kosten von rund 35 Mill. Pfund für den Umzug an, bevor die jährliche Einsparung von 40 Mill. Pfund erreicht werden kann.

Rechtzeitig zum Umzug wollte Walsh den Konzern fit haben, die versprochenen zehn Prozent Rendite zu erreichen. Damit läge BA in der Spitzengruppe der seit langem ergebnisschwachen Branche. Er hat kostensenkende Verträge mit der Belegschaft durchgesetzt, das Defizit in der Pensionskasse gestopft und konsequent Verlustbringer wie den Regionalverkehr aussortiert. Doch nun macht ihm der konjunkturelle Abschwung in den USA und nachfolgend auch auf dem Heimatmarkt zu schaffen: Der Transatlantikverkehr ist mit Abstand das wichtigste Geschäft für BA.

"Der Abschwung hat zu einem gewissen Grad begonnen", sagte Finanzchef Keith Williams den Investoren. Die Treibstoffkosten sieht er im Geschäftsjahr zum 31. März 2009 um 450 Mill. Pfund (588 Mill. Euro) auf 2,5 Mrd. Pfund steigen, die sonstigen Kosten um 200 Mill. Pfund. Das passe durchgerechnet zu einer operativen Rendite von sieben Prozent.

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