Luftfahrt
Fluglinien fliegen vier Milliarden Euro Verlust ein

Sie stehen vor einem rabenschwaren Jahr, die Fluggesellschaften. Und das kommende wird nicht besser. Das Marktumfeld, so der Branchenverband Iata, sei so schlecht wie seit 50 Jahren nicht mehr.

HB GENF. Hohe Kerosinkosten und die Wirtschaftsflaute haben den Fluggesellschaften weltweit ein rabenschwarzes Jahr beschert. Die Branche wird nach Angaben ihres Verbands Iata in diesem Jahr insgesamt Verluste von umgerechnet knapp vier Milliarden Euro einfliegen. Im kommenden Jahr dürfte sich das Minus dann auf rund zwei Milliarden Euro belaufen. "Der Ausblick ist trübe. Die chronische Krise wird sich 2009 fortsetzen", stellte der Verband fest. "Das Umfeld ist so schlecht wie seit 50 Jahren nicht mehr."

Allein europäische Fluggesellschaften werden der Iata-Prognose zufolge im kommenden Jahr einen Verlust von insgesamt fast 800 Millionen Euro machen - rund zehn mal so viel wie in diesem Jahr. Im September hatte der Verband wegen der damals noch deutlich höheren Ölpreise sogar eine noch pessimistischere Gewinnprognose geliefert. Der International Air Transport Association (Iata) gehören 230 Mitglieder an, die mehr als 90 Prozent des regelmäßigen Flugverkehrs in der Welt abdecken.

Die Iata geht davon aus, dass das Passagieraufkommen im kommenden Jahr um drei Prozent sinkt und die Luftfracht um fünf Prozent schrumpft. Dadurch werde der Umsatz der gesamten Branche voraussichtlich um sechs Prozent sinken. Der Einbruch der Luftfracht um acht Prozent im Oktober sei ein Indiz dafür, dass sowohl der Branche als auch der Weltwirtschaft insgesamt das schlimmste noch bevorsteht, erklärte die Iata.

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