Luftfahrt
Fusion schafft neue Super-Airline

Die Fluggesellschaften British Airways und Iberia wollen fusionieren. Damit geht die Konsolidierung der Luftfahrt-Branche in eine neue Runde. Die Aktienmärkte reagieren prompt auf die Nachricht.

HB LONDON/MADRID. Der europäische Fluglinienmarkt steht möglicherweise vor einer Neuordnung: Die britische Airline British Airways (BA) verhandelt mit dem spanischen Konkurrenten Iberia über eine Fusion. Die Aktienmärkte reagieren euphorisch und lassen die Werte der Verhandlungspartner haussieren: Während BA an der Börse in London bis zum Nachmittag fünf Prozent zulegt, gewinnt die Aktie von Iberia in Madrid 19 Prozent.

Verhandelt werde über einen Zusammenschluss im Rahmen eines Aktientauschs, teilten die beiden Airlines am Dienstag mit. Dass die Boards beider Unternehmen die Gespräche einhellig unterstützten, bestätigen die Chefs der Gesellschaften Fernando Conte (Iberia) sowie Willie Walsh (BA) auf einer gemeinsamen Pressekonferenz. Auch der größte Iberia-Anteilseigner, die spanische Bank Caja Madrid, unterstütze das Vorhaben.

Die Fusion soll ähnlich dem Vorbild des Zusammenschlusses des französisch-holländischen Wettbewerbers Air France-KLM erfolgen: BA und Iberia wollen eine gemeinsame Holding gründen, die die Aktien beider Unternehmen aufkaufen soll. Das neu entstehende Unternehmen soll sowohl an der Börse in London als auch in Madrid gelistet werden. Beide Unternehmen kündigten an, die Marken British Airways und Iberia würden auch im Falle einer Fusion erhalten bleiben.

Sollte es zu dem geplanten Zusammengehen der Fluggesellschaften kommen, würde die britische Fluggesellschaft einen größeren Anteil an dem neu entstehenden Unternehmen halten, sagte Iberia-Chef Conte. Kartellrechtliche Probleme erwarteten beide Unternehmen nicht, da die Transaktion nicht unter den U.K. Takeover Code falle.

Die Agentur Dow Jones Newswires zitiert "mit dem Vorgang vertrauten Personen", nach deren Aussage Iberia bei den Fusionsverhandlungen von der US-Investmentbank Morgan Stanley beraten werden soll und BA von der schweizerischen Großbank UBS. Die Banken äußerten sich dazu noch nicht.

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