Luftfahrt-Industrie
Bitte anschnallen, Turbulenzen

Bisher machte der hohe Kerosinpreis der Luftfahrt-Industrie zu Schaffen, doch mittlerweile treibt das Schreckgespenst der Rezession den Managern die Sorgenfalten auf die Stirn - der Branche droht der Kunden-Streik. Viele kleine Gesellschaften haben bereits aufgeben müssen, doch es gibt auch Profiteure der Krise.

FRANKFURT/MOSKAU. Die Zeichen stehen auf Sturm. Die Finanzkrise und die drohende Rezession bringen die Airlines in Turbulenzen. Noch ist das Ausmaß der Krise nicht klar. Aber im Umfeld der Deutschen Lufthansa wird bereits darüber spekuliert, dass die Kranich-Airline in der Wintersaison einige ihrer Vögel am Boden lassen wird.

"Ich halte es angesichts der aktuellen Entwicklung für möglich, dass die Lufthansa im Winterflugplan Flugzeuge "grounden? wird", glaubt auch Frank Skodzik, Analyst von der Commerzbank. Sollte es dazu kommen, wäre es ein Indiz dafür, dass der Branche massive Turbulenzen bevorstehen. Die Lufthansa zählt zu den Fluggesellschaften, die stets sehr früh zu solchen Krisen-Instrumenten greift. Zuletzt hatte der Konzern das "Grounden" nach den Terrorattacken vom 11. September und dem Ausbruch der Epidemie SARS genutzt.

Die Luftfahrtindustrie bekommt konjunkturelle Schwankungen stets sehr früh zu spüren. Das zeigt sich auch dieses Mal. Fast alle großen Airlines mussten im September Auslastungs- und in vielen Fällen Buchungsrückgänge verkraften. So ging der Absatz der Lufthansa im europäischen Verkehr um 0,9 Prozent zurück, die Auslastung sank um 4,4 Prozentpunkte. British Airways meldete in der Business-Class einen Einbruch bei den Buchungen um acht Prozent. Auch Air France-KLM musste einen Rückgang der Auslastung hinnehmen.

Während die großen europäischen Airlines diese Entwicklung wirtschaftlich noch halbwegs gut wegstecken können, gilt das für die amerikanischen Gesellschaften nicht mehr. So rutschte Southwest Airlines im dritten Quartal erstmals seit 17 Jahren wieder in die roten Zahlen. Auch Continental und Delta meldeten Verluste. AMR, die Muttergesellschaft von American Airlines, wäre rot gewesen, hätten nicht außerordentliche Erträge geholfen.

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