Luftfahrt
Lufthansa darf Austrian Airlines übernehmen

Grünes Licht aus Brüssel: Die Lufthansa kann nach Zugeständnissen an die europäische Wettbewerbsaufsicht die angeschlagene österreichische Fluggesellschaft Austrian Airlines (AUA) übernehmen. Nach mehrmonatiger Prüfung genehmigte die EU-Kommission am Freitag den Zusammenschluss unter Auflagen.

HB BRÜSSEL. Deutschlands größte Fluglinie habe Bedenken der Behörde über eine zu starke Einschränkung des Wettbewerbs auf bestimmten Strecken durch verbindliche Zusagen ausgeräumt, erklärte die Kommission in Brüssel.

Die Lufthansa hatte mit der EU-Kommission monatelang um die Bedingungen für die Übernahme gerungen. Die Behörde hatte moniert, der Wettbewerb werde durch die Fusion zulasten der Verbraucher ausgeschaltet. Die deutsche Airline erklärte sich schließlich bereit, auf den Strecken zwischen Wien und Brüssel sowie den deutschen Städten Frankfurt, München, Stuttgart und Köln Konkurrenten Start- und Landerechte abzugeben.

Die EU-Kommission stimmte außerdem zu, dass Österreich der bisher mehrheitlich dem Staat gehörenden AUA im Zuge einer Beihilfe zur Umstrukturierung Schulden erlassen kann. „Dieser Fall macht deutlich, dass der Konsolidierung im Luftfahrtsektor nichts im Wege steht, wenn sie mit angemessenen Vorkehrungen zum Schutz der Verbraucherinteressen einhergeht“, erklärte EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes.

Unterdessen kündigte die Lufthansa an, ihre in Frankfurt stationierte Frachterflotte im Fall eines absoluten Nachtflugverbots am größten deutschen Flughafen aufzugeben. Die 19 Frachtmaschinen vom Typ MD 11 würden dann schrittweise abgeschafft, sagte Lufthansa-Cargo-Vorstandschef Carsten Spohr am Freitag in Frankfurt.

Mindestens jeder zweite der weltweit rund 4 700 Arbeitsplätze bei Lufthansa Cargo würde wegfallen. Besonders betroffen wäre der Rhein-Main-Flughafen, wo auch viele Speditionen und Dienstleister vom Geschäft mit der Luftfracht abhängig sind.

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