Luftfahrtbranche
Air Berlin und Tui besiegeln Zusammenarbeit

Die geplante Zusammenarbeit zwischen Air Berlin und Tuifly wird nicht ohne Stellenabbau umgesetzt werden. Das ist den Details des Abkommens zu entnehmen, das beide Unternehmen nun geschlossen haben. Die Kooperation sorgt für wachsende Unruhe bei der Air Berlin-Tochter LTU.

FRANKFURT. Außerdem will Tui bei seiner Flugtochter Tuifly offensichtlich zehn der derzeit 48 Boeing 737 stilllegen.

Die Kontrollgremien von Air Berlin, Tui sowie Tui Travel plc. hatten die vor über einer Woche bekannt gegebenen Kooperationspläne am späten Freitag Abend abgesegnet. Danach wird sich Tui Travel über eine Tochter mit 19,9 Prozent an Air Berlin beteiligen. Im Gegenzug engagiert sich die zweitgrößte deutsche Airline mit 19,9 Prozent an der Hapag Fluggesellschaft-Lloyd mbH/Tuifly.

Ursprünglich hatten beide Parteien auch ein komplettes Zusammengehen erwogen. Doch gegen eine solche Lösung gab es Widerstand, nicht zuletzt von der Arbeitnehmerseite bei Tuifly. Aber auch in der jetzt gewählten Konstellation werden die Mitarbeiter Opfer bringen müssen. Das zeigen Äußerungen des Managements.

"Für die Mitarbeiter von Tuifly ist die Allianz mit Air Berlin der Königsweg. So bleibt die Fluggesellschaft mehrheitlich im Tui-Konzern, und es müssen nur wenige Arbeitsplätze abgebaut werden", erklärte Volker Böttcher, Vorstandsmitglied von Tui Travel, im Anschluss an die Vertragsunterzeichnung. Wie viele Stellen verloren gehen werden, ist derzeit nicht bekannt.

Fest steht dagegen bereits, dass Flugzeuge von Tuifly stillgelegt werden. Von den derzeit 48 Maschinen der Tui werden ab 1. Oktober, das ist der Stichtag der Partnerschaft, 17 Maschinen über ein so genanntes Wet Lease (Maschinen inklusive Crew) von Air Berlin betrieben. 21 Flugzeuge bleiben bei Tuifly für den Tourismusverkehr des Unternehmens. Die restlichen zehn Flugzeuge werden demnach aus dem Verkehr gezogen.

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