Luftfahrtbranche
Lufthansa-Tochter baut Geschäft trotz Krise aus

Sun-Express hat seine Passagierzahlen im ersten Halbjahr um ein Drittel gesteigert. Nun will die Tochter von Lufthansa und Turkish Airlines bis Ende 2010 ihre Kapazitäten um mehr als ein Fünftel erweitern. Sowohl die Flotte als auch das Streckennetz sollen wachsen. Dabei zielt Sun-Express stärker auf Geschäftskunden.

ATHEN. Während die Lufthansa den Gegenwind des globalen Abschwungs immer stärker spürt, fliegt die türkische Konzerntochter Sun-Express von einem Rekord zum nächsten. Im ersten Halbjahr 2009 steigerte die Airline, an der Lufthansa und Turkish Airlines je 50 Prozent halten, ihre Passagierzahlen um 34 Prozent. Während andere Fluggesellschaften wegen der Krise ihre Flotten ausdünnen, will SunExpress bis Ende 2010 ihre Kapazitäten um mehr als ein Fünftel erweitern. Und nicht nur die Flotte, auch das Streckennetz soll weiter wachsen. Heute etwa fliegt Sun zum ersten Mal auf Linie zwischen dem türkischen Izmir und der griechischen Hauptstadt Athen. Mit der Route unterstreicht die Gesellschaft, dass sie von der reinen Ferienfliegerei weg möchte.

Erst vor Kurzem stellte das Unternehmen einen weiteren Mittelstreckenflieger des Typs Boeing 737-800 in Dienst. Damit wuchs die Flotte auf 20 Maschinen. Bei Boeing bestellte Sun-Express im Juli außerdem sechs zusätzliche 737-800, die im kommenden Jahr ausgeliefert werden sollen. Gleichzeitig will die Airline drei ältere Mittelstreckenflieger vom Typ Boeing 757-200 ausmustern.

"Mit dieser jungen und homogenen Flotte werden wir unserem Ziel näher kommen, die Stückkosten nachhaltig um fünf bis sieben Prozent zu senken", sagte SunExpress-CEO Paul Schwaiger dem Handelsblatt. Mit den neuen Flugzeugen will Schwaiger das Streckennetz zügig ausbauen - und vom Ferienflieger zur normalen Airline werden.

Der Tourismusverkehr zwischen der Region Antalya und Deutschland, wo Sun-Express 21 Flughäfen anfliegt, ist zwar nach wie vor das Rückgrat des Geschäfts. Die Bedeutung der Drehscheiben in Izmir und Istanbul aber wächst. In Izmir ist SunExpress seit drei Jahren präsent und kontrolliert bereits 51 Prozent des Marktes. In Istanbul steuern die Sonnenflieger seit dem vergangenen Jahr den im asiatischen Teil der Metropole gelegenen Flughafen Sabiha Gökcen an und sind dort inzwischen Marktführer im Inlandsverkehr.

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