Luftfahrtbranche
Studie: Konzentration setzt sich fort

Eine am Montag veröffentlichte Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney stellt fest, dass die Terroranschläge vom 11. September 2001, der Irak-Krieg und die Lungenkrankheit SARS lediglich einen Trend beschleunigt hätten, der sich schon seit einigen Jahren abgezeichnet habe. Fluggesellschaften, Flugzeughersteller und die Zulieferindustrie seien in der Folge zu einer branchenübergreifenden Konsolidierung gezwungen.

vwd DÜSSELDORF. Max Habeck, Vice President bei A.T. Kearney und zuständig für die Luftfahrtbranche, weist darauf hin, dass vor allem die Segmente First und Business Class von Einbußen betroffen waren. Billigfluglinien hätten Zuwächse verzeichnet, und auch der Frachtverkehr habe sich rasch erholt. Daraus schließt Habeck, dass die Fluggesellschaften ihre Geschäftsmodelle überdenken sollten. Das Point-to-Point-Modell der Billig-Flieger werde sich weiter durchsetzen, prognostiziert er. Der globale Markt werde unter wenigen Netzwerken aufgeteilt, denen - gerade in Europa - starke Konkurrenz von den regionalen Billigfliegern erwachsen werde.

Eine weitere Belastung, der die Fluggesellschaften ausgesetzt sind, sieht Habeck in den Mehrkosten für Sicherheitsmaßnahmen, die von den Gesellschaften mit rund vier Mrd. $ angegeben würden. Die gestiegenen Sicherheitsanforderungen der Behörden schlügen mit weiteren 2,5 Mrd. $ zu Buche. Höhere Versicherungsprämien führten ebenfalls zu Gewinneinbrüchen.

Längere Wartezeiten an den Flughäfen infolge der verschärften Sicherheitsmaßnahmen ließen zudem viele Passagiere bei kürzeren Strecken andere Verkehrsmittel wählen.

Was die Flugzeughersteller angehe, so litten diese unter den sinkenden Preisen für die Maschinen. Da Maßnahmen zur Kostenkontrolle weitgehend eingeleitet worden seien, seien intern nur begrenzte Effekte zu erwarten.

Der Kostendruck und zum Teil auch das Finanzierungsrisiko würden daher an die Zulieferer weitergegeben. Diese müssten daher konsolidieren und größer werden. Auch würden voraussichtlich Kapazitäten nach Asien oder Osteuropa verlagert. Die Flugzeughersteller selbst sollten sich andere Einnahmequellen suchen, etwa in den Bereichen Inspektion, Wartung und Reparatur oder Finanzdienstleistungen, empfiehlt Habeck.

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