Lufthansa
Auch im Februar weniger Passagiere als im Vorjahr

Die Lufthansa hat im Februar weniger Passagiere befördert als 2014. Damit setzt sich der Trend vom Januar fort. Die Gründe: weniger Ticketangebote für Europastrecken und eine schwache Entwicklung der Russland-Strecken.
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DüsseldorfWie schon zum Jahresauftakt hat die Lufthansa im Februar weniger Passagiere befördert als im Vorjahr. Als Gründe nannte der Konzern am Dienstag ein reduziertes Angebot im Europaverkehr und die schwache Entwicklung der Strecken nach Russland. So sank die Zahl der Fluggäste bei allen Konzern-Airlines – inklusive Austrian Airlines und Swiss – um 1,1 Prozent auf 6,61 Millionen.

Für Europastrecken sei das Ticketangebot erneut gekürzt worden, im vorigen Monat um 4,5 Prozent. Auf den Amerika-Strecken stieg dagegen der Absatz (plus 4,6 Prozent) stärker als das vergrößerte Angebot (plus 3,1 Prozent).

Insgesamt sei die Auslastung der Flugzeuge leicht um 0,2 Prozent gestiegen. Das Preisumfeld sei aber währungsbereinigt „deutlich rückläufig gegenüber dem Vorjahr“, betonte die Lufthansa. Der Preisverfall verfolgt den Kranich-Konzern schon länger.

Hinzu kamen zahlreiche Streiks von Piloten und Bodenpersonal und Absicherungsgeschäfte für Kerosin, die wegen des rapide fallenden Ölpreises hohe Kosten verursachten, so dass der Konzern 2014 nach deutschem Handelsrecht einen Verlust von 732 Millionen Euro verbuchte und die Dividende strich.

Das operative Ergebnis der Lufthansa betrug dagegen 954 Millionen Euro (Vorjahr: 699 Mio. Euro), wovon nach Abzug von Steuern, Zinsen und anderen Belastungen nur noch 55 Millionen Euro nach internationaler Rechnungslegung übrig blieben. In diesem Jahr solle das operative Ergebnis „deutlich“ getoppt werden. Die Dividende wird zwar auf Basis des operativen Gewinns errechnet, aber aus dem nach dem deutschen Handelsgesetzbuch abgeleiteten Gewinn gezahlt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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