Lufthansa-Billigtochter
Eurowings und Verdi erzielen Tarifeinigung für Flugbegleiter

Während die Lufthansa mit ihren Piloten weiterhin um Löhne streitet, kann die Airline eine andere Baustelle schließen: Mit Verdi hat die Tochter Eurowings für die Flugbegleiter eine Tarifeinigung erzielt.
  • 0

FrankfurtDie Lufthansa -Billigflugtochter Eurowings und die Gewerkschaft Verdi haben nach langen Verhandlungen eine Tarifeinigung für die Kabinenbeschäftigten erzielt. Demnach erhöhen sich die Gehälter der Flugbegleiter zum 1. Oktober 2016 um 2,5 Prozent, zum 1. Oktober 2017 um weitere 2,5 Prozent und zum 1. Oktober 2018 nochmals um 1,25 Prozent, wie Eurowings am Freitagabend mitteilte. "Mit diesem Abschluss sind wir in einem schwierigen Marktumfeld an die Grenzen des wirtschaftlich Vertretbaren gegangen", sagte Jörg Beißel, Geschäftsführer Personal von Eurowings. Die Einigung sei ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Lösung der Tarifkonflikte in der Eurowings-Kabine. Man werde diesen Abschluss auch der Gewerkschaft UFO anbieten.

Die Situation ist schwierig, da neben der Dienstleistungsgewerkschaft auch die Kabinenpersonal-Gewerkschaft Ufo bei den 400 Flugbegleitern von Eurowings vertreten ist. Die hatte Eurowings Ende Oktober bestreikt. Verdi hatte im September einen Arbeitskampf organisiert, der aber kaum Auswirkungen auf den Flugbetrieb hatte.

Die Lufthansa hat aber eine noch viel größere Baustelle: So hat die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit noch nicht über das Lohnangebot der Kranich-Airline entschieden. Die Gewerkschaft benötige noch mehr Fakten über die Offerte von der Lufthansa, teilte Cockpit am Donnerstagabend mit. Zuvor hatte die Lufthansa ein neues Angebot mit einer Lohnsteigerung von 4,4 Prozent und einer Einmalzahlung vorgelegt und betont, dass daran keine zusätzlichen Sparvorgaben gebunden sind.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Lufthansa-Billigtochter: Eurowings und Verdi erzielen Tarifeinigung für Flugbegleiter"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%